Portugiesisch Klasse 5: Erzählende Texte und Sachtexte lesen: wozu und wie
Portugiesisch, Klasse 5 (Portugal): Erzählende von Sachtexten unterscheiden, sie einem Zweck zuordnen (Spiel, Schönheit, Information) und wählen, wie du liest: laut, leise oder selbstständig.
Zwei Textarten, drei Arten zu lesen
Ein erzählender Text berichtet von Ereignissen mit Figuren, Zeit und Ort. Ein Sachtext erklärt oder informiert über ein Thema, mit Fakten und Daten. Du liest zu bestimmten Zwecken: zum Vergnügen (spielerisch), ästhetisch (Schönheit der Wörter genießen) oder informativ (etwas erfahren). Und es gibt drei Arten zu lesen: laut (für andere, mit Pausen und Betonung), leise (für dich, auf den Sinn konzentriert) und selbstständig (du wählst, was, wann und wie du mit Schwierigkeiten umgehst).
Nicht alles liest man gleich
Eine Geschichte liest man, um dem Geschehen zu folgen; einen Sachtext liest man langsam und hält an, um Daten zu behalten. Lautes Lesen zwingt dich, jedes Wort zu lesen und mit der Stimme Sinn zu geben; leises Lesen lässt dich auf den Sinn konzentrieren; selbstständiges Lesen macht dich zum Leser: Du wählst, bleibst dran und schlägst nach, was du nicht weißt. Der Zweck deines Lesens sagt dir, wie du lesen sollst.
Eine Maus in zwei Texten
Text A: «O Rui abriu a mochila, o rato saltou e a turma gritou.» (Rui öffnete den Rucksack, die Maus sprang, und die Klasse schrie.) Text B: «O rato é um mamífero pequeno, com pelo e cauda comprida.» (Die Maus ist ein kleines Säugetier mit Fell und langem Schwanz.) Schritt 1: A hat Figuren (o Rui, a turma) und Ereignisse in Reihenfolge: erzählend, spielerischer Zweck. Schritt 2: B nennt Fakten über ein Tier: Sachtext, informativer Zweck. Schritt 3: A liest man laut, mit einer Pause vor «o rato saltou»; B leise, langsam, mit Notizen zu den Daten.
Schnell ist nicht gut, und Hinschauen ist noch kein Lesen
Gutes lautes Lesen heißt nicht schnelles Lesen: Wer hetzt, stolpert über Wörter, und niemand versteht etwas. Lies in ruhigem Tempo, mache an Punkten Pausen und betone Fragen und Ausrufe. Ein weiterer Fehler ist die Annahme, leises Lesen heiße, die Augen über die Seite gleiten zu lassen. Kannst du am Ende nicht sagen, worum es ging, hast du noch nicht gelesen: Halte an, geh zurück und schlage die unbekannten Wörter nach.
Wo du so liest
Du liest zum Vergnügen einen Comic oder Roman (spielerischer Zweck), ein Gedicht, das dir gefällt (ästhetisch), die Regeln eines Spiels oder einen Artikel über ein Tier (informativ). Du liest der Klasse eine Nachricht laut vor und das Schulbuch leise vor einer Arbeit. Selbstständiges Lesen ist das Buch, das du selbst in der Bibliothek auswählst und zu Hause weiterliest.
Teste, was du gelernt hast
Du liest: «O Rui abriu a mochila, o rato saltou e a turma gritou.» (Rui öffnete den Rucksack, die Maus sprang, und die Klasse schrie.) Was für ein Text ist das, und warum?
- a) Sachtext, weil er von einem Tier handelt
- b) Erzählend, weil er Ereignisse mit Figuren berichtet
- c) Sachtext, weil er informiert
Richtige Antwort: b) Erzählend, weil er Ereignisse mit Figuren berichtet — Ja: Es gibt Figuren (o Rui, a turma) und Ereignisse in Reihenfolge (abriu, saltou, gritou).
Du sollst eine Geschichte zum Vergnügen und eine Schulbuchseite für eine Arbeit lesen. Wie liest du jeden am besten?
- a) Beide schnell, ohne anzuhalten
- b) Die Geschichte langsam mit Notizen zu Daten; das Schulbuch zum Vergnügen, ohne Pause
- c) Die Geschichte in deinem Tempo, dem Geschehen folgend; das Schulbuch langsam, mit Pausen für Notizen zu den Daten
Richtige Antwort: c) Die Geschichte in deinem Tempo, dem Geschehen folgend; das Schulbuch langsam, mit Pausen für Notizen zu den Daten — Ja: Der spielerische Zweck verlangt, der Geschichte zu folgen; der informative langsames Lesen und Notizen.
Du hast einen Text leise zu Ende gelesen, kannst aber nicht sagen, worum es ging. Was solltest du tun?
- a) Anhalten, zurückgehen und die unbekannten Wörter nachschlagen
- b) Nichts: Ich habe aufmerksam gelesen, der Text ist schuld
- c) Ihn noch einmal laut lesen, noch schneller
Richtige Antwort: a) Anhalten, zurückgehen und die unbekannten Wörter nachschlagen — Ja: Gelesen hat man erst, wenn man verstanden hat. Zurückgehen und Wörter klären gehört zum Lesen.
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