Portugiesisch Klasse 3: Laut lesen und leise lesen
Portugiesisch, Klasse 3 (Portugal): Zwei Arten zu lesen: laut, mit Rhythmus und Betonung, um zu teilen; und leise, allein, um mehr zu lesen und zu verstehen.
Zwei Arten zu lesen
Du liest laut, wenn andere es hören sollen: Du nutzt Rhythmus (kurze Pause am Komma, längere am Punkt) und Betonung (die Stimme ändert sich bei «?» und «!»). Du liest leise, wenn du für dich liest: ohne die Lippen zu bewegen, in deinem Tempo und allein: Du wählst das Buch und entscheidest, wann du aufhörst. In beiden Fällen liest du, um zu verstehen, nicht nur, um Wörter auszusprechen.
Jede Art zu lesen hat ihre Aufgabe
Lautes Lesen dient dazu, eine Geschichte oder ein Gedicht zu teilen und zu üben: Rhythmus und Betonung folgen dem Sinn, wer also gut laut liest, versteht meist auch. Leises Lesen ist später die häufigste Art zu lesen, und es geht schneller, weil du die Wörter nicht aussprechen musst. Da du es allein und in deinem Tempo tust, kannst du anhalten, zurückgehen und nachdenken. Beides zu üben macht dich zu einem selbstständigen Leser.
Ein Text, zwei Lesarten
Text: «Ontem, a Rita foi ao parque. Viu um pato, um cisne e três patinhos. Que lindos!» (Gestern ging Rita in den Park. Sie sah eine Ente, einen Schwan und drei Entenküken. Wie süß!) Laut: kurze Pause nach «Ontem,» und nach «pato,»; längere Pause nach «parque.»; fröhliche Stimme bei «Que lindos!». Leise: Du liest es einmal, ohne die Lippen zu bewegen, und prüfst dich: Was sah Rita? Eine Ente, einen Schwan und drei Entenküken. Wüsstest du es nicht, läsest du nochmal.
Schnell lesen ist nicht gut lesen
Wer hastig liest, glaubt vielleicht, gut zu lesen, doch er verschluckt die Pausen, vertauscht Wörter und versteht nicht, was er liest. Ebenso beim leisen Lesen: Mit den Augen über die Zeilen zu huschen ist kein Lesen. Ein guter Test: Versuche am Ende, mit eigenen Worten zu sagen, was du gelesen hast. Gelingt es nicht, ist das nicht schlimm: Lies nochmal, langsamer, und denk an den Sinn. Gut lesen heißt verstehen, nicht schnell am Ende ankommen.
Laut und leise, in der Schule und zu Hause
Du liest laut, wenn du deinem kleinen Bruder oder deiner kleinen Schwester eine Geschichte vorliest, wenn du der Klasse vorliest oder wenn du ein Gedicht mit anderen Stimmen aufsagst. Du liest leise, wenn du in der Schulbibliothek ein Buch aussuchst, wenn du vor dem Einschlafen allein liest oder wenn du Spielregeln liest. Wer oft liest, auf beide Arten, gewinnt Rhythmus, neue Wörter und Freude am Lesen.
Teste, was du gelernt hast
Welcher Satz beschreibt den Unterschied zwischen lautem und leisem Lesen?
- a) Beim leisen Lesen musst du jedes Wort flüstern
- b) Laut ist zum Teilen, mit Rhythmus und Betonung; leise ist allein, im eigenen Tempo
- c) Leises Lesen ist nur etwas für Erwachsene
- d) Beim lauten Lesen musst du nichts verstehen
Richtige Antwort: b) Laut ist zum Teilen, mit Rhythmus und Betonung; leise ist allein, im eigenen Tempo — Ja: Lautes Lesen ist für andere zum Hören, es nutzt also Rhythmus und Betonung; leises Lesen gehört dir, in deinem Tempo.
Du liest laut: «Ontem, a Rita foi ao parque. Que lindo dia!» (Gestern ging Rita in den Park. Was für ein schöner Tag!) Wie liest du es?
- a) Ohne Pausen und mit derselben Stimme von Anfang bis Ende
- b) Lange Pause nach «Ontem,» und traurige Stimme bei «Que lindo dia!»
- c) Kurze Pause nach «parque.» und lange nach «Ontem,»
- d) Kurze Pause nach «Ontem,», längere nach «parque.» und fröhliche Stimme bei «Que lindo dia!»
Richtige Antwort: d) Kurze Pause nach «Ontem,», längere nach «parque.» und fröhliche Stimme bei «Que lindo dia!» — Ja: kurze Pause am Komma, längere am Punkt und eine Stimme, die zum Ausruf passt.
Du hast einen Text sehr schnell gelesen und kannst am Ende nicht sagen, wovon er handelt. Was ist am besten?
- a) Ihn nochmal langsamer lesen und an den Sinn denken
- b) Zum nächsten Text übergehen, weil dieser zu Ende ist
- c) Beim nächsten Mal noch schneller lesen, zum Üben
- d) Sagen, ich hätte ihn gelesen, und das genüge
Richtige Antwort: a) Ihn nochmal langsamer lesen und an den Sinn denken — Ja: Gut lesen heißt verstehen. Ein zweites, langsameres Lesen mit Blick auf den Sinn behebt, was die Eile verpasst hat.
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