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Wohin geht die Materie? — Chemie, 7–10 Jahre

Wenn sich Stoffe verändern, verschwindet die Materie nicht einfach. Diese Idee hilft uns zu verfolgen, was hineingeht und herauskommt, auch wenn ein Gas schwer zu sehen ist.

Materie wird mitgezählt

Bei einer Veränderung kann ein Feststoff verschwinden, Blasen bilden oder Asche zurücklassen, doch die Materie ist nicht weg. Sie hat vielleicht ihre Form verändert oder ist in die Luft gelangt. Wiegen wir alles vorher und nachher, ist die Gesamtmasse gleich.

Warum beide Seiten wiegen?

Früher dachte man, beim Verbrennen verschwinde Materie, weil die Asche weniger wog als das Holz. Der fehlende Teil war als Gas in die Luft gelangt. Wir verwenden geschlossene Gefäße, damit die Luft nicht entweicht und die Antwort versteckt.

Ein Beispiel in einem geschlossenen Beutel

Gib 10 g Essig und 5 g Natron in einen geschlossenen Beutel, ohne sie zu mischen. Der ganze Beutel wiegt 15 g. Kippe ihn, damit sie reagieren und Blasen entstehen; er wiegt weiterhin 15 g, weil das Gas darin bleibt. Nichts ging verloren.

Das Gas scheint zu verschwinden

Oft sagt man, eine offene Reaktion verliere Masse, weil die Anzeige der Waage sinkt. Das ist verständlich: Wir sehen den Feststoff und die Flüssigkeit, aber nicht das entweichende Gas. Richtig ist: Materie ist in den Raum gelangt, nicht verschwunden.

Rezepte und Fabriken

Köche und Ingenieure müssen wissen, wohin die Ausgangsstoffe gehen. Ein Rezept stimmt Mengen ab, damit wenig verschwendet wird, und eine Fabrik prüft, ob Ausgangsstoffe die Produkte und Gase erklären. Diese Denkweise hilft auch, Verschmutzung in Luft oder Wasser zu verfolgen.

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