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Portugiesisch Klasse 2: Gedichte, Kinderreime und Zungenbrecher: verstehen und vortragen

Portugiesisch, Klasse 2 (Portugal): Erst sagen, was das Gedicht erzählt und was es bedeutet; dann Stimme, Pausen und Gesten für den Vortrag planen.

Was es sagt und was es bedeutet

Ein Gedicht ist in Versen (Zeilen) geschrieben, oft mit Reimen, und sagt die Dinge in Bildern. Um seine Bedeutung zu erklären, stell zwei Fragen: Was sagt es? (die Wörter) und was will es sagen? (der Gedanke dahinter). Kinderreime (lengalengas) und Zungenbrecher sind überlieferte Texte, die von Mund zu Mund gehen: Der Kinderreim wiederholt und reimt sich; der Zungenbrecher hat ähnliche Laute und ist schnell schwer zu sagen. Um sie gut vorzutragen, nutzt du Stimme, Pausen, Betonung, Gesten und Mimik.

Ein Gedicht besteht aus Klängen

Ein Gedicht besteht aus Klängen: Liest du es im Eiltempo, geht der Reiz verloren. Die Pause lässt dich atmen, die Betonung (die Stimme, die steigt und fällt) zeigt das Gefühl, und Gesten und Gesicht zeigen, was die Wörter meinen. Also erst verstehen, dann vortragen: Ein ruhiges Gedicht verlangt eine ruhige Stimme, ein Gedicht des Staunens eine Stimme, die steigt. Überlieferte Texte lernt man durch Zuhören und Wiederholen auswendig, deshalb zählt auch, wenn jemand sie dir laut vorliest.

Das Windgedicht

Unser Gedicht: «O vento é um menino / que corre sem sapatos.» (Der Wind ist ein Junge, der ohne Schuhe rennt.) Schritt 1, was es sagt: Der Wind ist ein Junge, der barfuß rennt. Schritt 2, was es bedeutet: Der Wind ist nicht wirklich ein Junge; es ist ein Bild, der Wind ist leicht, schnell und verspielt. Schritt 3, die Stimme: weich, bei «corre» etwas schneller. Schritt 4, die Pause: eine kurze Pause nach «menino». Schritt 5, die Geste: Die Hand streicht durch die Luft; das Gesicht lächelt. Schritt 6: Übe, bis du es auswendig kannst.

Zu schnell beginnen oder eine Stimme für alles

Bei Zungenbrechern ist der Fehler, gleich mit voller Geschwindigkeit zu starten: Du stolperst, und der Spaß ist weg. Beginne langsam, Silbe für Silbe, und werde erst dann schneller. Bei Gedichten ist der Fehler, alles mit derselben Stimme ohne Pausen zu sagen wie eine Liste, oder Gesten zu machen, die nichts mit dem Sinn zu tun haben. Stimme und Gesten müssen zeigen, was das Gedicht sagt, nicht die Zuhörer ablenken. Und denk daran: Wenn du das Gedicht nicht verstehst, weißt du nicht, welche Stimme es braucht.

Wo du diese Texte sagst und hörst

In Abzählreimen auf dem Schulhof, mit denen man auslost, wer anfängt, in Reimen, die Großeltern sagen, in Zungenbrechern, die man zum Spaß sagt, um die Zunge zu trainieren, wie «Três pratos de trigo para três tigres tristes.» (Drei Teller Weizen für drei traurige Tiger.) Ein auswendig gelerntes Gedicht trägt man bei einem Schulfest vor, für einen Großelternteil oder in einem Video für die Familie. Und auch zuzuhören, wenn jemand Gedichte und Geschichten laut liest, zählt: So lernt man viele überlieferte Texte.

Teste, was du gelernt hast

  1. Welche zwei Fragen helfen, die Bedeutung eines Gedichts zu erklären?

    • a) Wie viele Zeilen hat es, und wer hat es geschrieben?
    • b) Was sagt es, und was will es sagen?
    • c) Reimt es sich, und wie schnell kann ich es sagen?

    Richtige Antwort: b) Was sagt es, und was will es sagen? — Ja: Die Wörter sagen etwas, und der Gedanke dahinter ist die Bedeutung.

  2. Das Gedicht sagt: «O vento é um menino / que corre sem sapatos.» (Der Wind ist ein Junge, der ohne Schuhe rennt.) Was will es sagen?

    • a) Ein Junge hat seine Schuhe im Wind verloren
    • b) Kinder sollen bei Wind keine Schuhe tragen
    • c) Der Wind ist wütend und macht Dinge kaputt
    • d) Der Wind ist leicht und verspielt wie ein Kind, das barfuß rennt

    Richtige Antwort: d) Der Wind ist leicht und verspielt wie ein Kind, das barfuß rennt — Ja: Es ist ein Bild; der Wind ist nicht wirklich ein Junge, rennt aber leicht und verspielt wie einer.

  3. Du willst den Zungenbrecher «Três pratos de trigo para três tigres tristes» (Drei Teller Weizen für drei traurige Tiger) sagen. Wie übst du am besten?

    • a) Langsam, Silbe für Silbe, und dann schneller
    • b) So schnell wie möglich, gleich beim ersten Versuch
    • c) Nur im Kopf, ohne den Mund zu bewegen

    Richtige Antwort: a) Langsam, Silbe für Silbe, und dann schneller — Ja: Beginnst du langsam, triffst du jeden Laut, und erst dann wirst du schneller, ohne zu stolpern.

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