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Gefühle und Hilfe holen — Gesundheit, 7–10 Jahre

Wie man starke Gefühle erkennt, sicher mit ihnen umgeht und einer vertrauten Person sagt, wenn man Unterstützung braucht.

Gefühle sind Nachrichten des Körpers

Gefühle sind Signale dafür, was in uns oder um uns herum geschieht. Sorge kann den Bauch verkrampfen, Wut kann den Körper heiß machen und Traurigkeit kann den Wunsch wecken, still zu sein. Gefühle sind echt, aber keine Befehle, sich selbst oder anderen weh zu tun. Man kann sie bemerken und den nächsten sicheren Schritt wählen.

Warum Gefühle benennen hilft

Ein starkes Gefühl kann ein Problem verwirrend oder unaussprechlich erscheinen lassen. Es zu benennen, etwa „Ich bin besorgt, weil ich nicht weiß, was passieren wird“, gibt dem Gehirn und einer anderen Person wichtige Informationen. Menschen sprechen darüber, machen Pausen, atmen und holen Hilfe, weil niemand mit jedem schwierigen Gefühl allein bleiben sollte.

Ein Plan für einen sorgenvollen Moment

Vor einer Präsentation bemerkt Noor, dass ihr Herz schnell schlägt und ihr Bauch angespannt ist. Zuerst benennt sie das Gefühl: „Ich bin nervös.“ Dann stellt sie beide Füße auf den Boden, atmet dreimal langsam aus und schaut auf den ersten geübten Satz. Danach sagt sie der Lehrkraft, dass sie eine kurze Pause braucht. Das Gefühl kann bleiben, aber der Moment wird sicherer und übersichtlicher.

Die Falle „nichts sagen“

Ein häufiger Fehler ist, ein schwieriges Gefühl zu verstecken, weil man denkt, darüber zu sprechen störe andere oder mache es schlimmer. Das kann vernünftig wirken, wenn man stark oder freundlich sein möchte, doch Schweigen kann dazu führen, dass man das Problem allein trägt. Einer vertrauten erwachsenen Person davon zu erzählen, macht keinen Ärger; sie kann zuhören und helfen. Kann die erste Person nicht helfen, wende dich an eine andere.

Wo das nützt

Diese Fähigkeit hilft, wenn Streit mit Freunden, Prüfungen, Veränderungen zu Hause, Mobbing oder beängstigende Nachrichten starke Gefühle auslösen. Du kannst mit einem Elternteil, einer Lehrkraft, einer Schulberatung, einer Trainerin oder einem anderen vertrauten Erwachsenen sprechen. Bei unmittelbarer Gefahr, wenn du dir oder anderen wehtun könntest oder nicht sicher bleiben kannst, hole sofort Hilfe bei einer erwachsenen Person oder rufe den Notruf.

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