Grammatisches Geschlecht und Übereinstimmung — Fremdsprachen, 14–17 Jahre
In manchen Sprachen passen sich Wörter in der Nähe an das grammatische Geschlecht und die Zahl eines Nomens an. Wer das Muster versteht, kann Sätze besser bilden und verstehen, statt jede Endung einzeln auswendig zu lernen.
Ein Nomen, eine passende Gruppe
In Sprachen mit grammatischem Geschlecht gehört jedes Nomen zu einer Klasse, die benachbarte Wörter anzeigen können. Im Spanischen passen in «la casa blanca» die Wörter zum weiblichen Singular; das bedeutet nicht, dass ein Haus weiblich ist. Auch die Zahl kann diese Wörter verändern.
Warum müssen Wörter übereinstimmen?
Übereinstimmung zeigt, welche Wörter zusammengehören, besonders in langen Sätzen oder bei veränderter Reihenfolge. Solche Systeme stammen oft aus älteren Nomenklassen; die Geschlechter sind daher historische Muster und keine logische Beschreibung jedes Gegenstands.
Ein spanisches Beispiel
Beginne mit «libro», einem männlichen Nomen im Singular. Setze den bestimmten Artikel davor: «el libro». Ergänze das Adjektiv «blanco» in der männlichen Singularform: «el libro blanco». Für zwei Bücher heißt es «los libros blancos»: Artikel, Nomen und Adjektiv zeigen den männlichen Plural.
Grammatisches Geschlecht ist kein biologisches Geschlecht
Es ist nachvollziehbar, «table» für weiblich und «boy» für männlich zu halten, weil manche Personenbezeichnungen das Geschlecht zeigen. Gegenstände und Ideen folgen dieser Regel aber nicht: Im Französischen ist «la table» weiblich und «le livre» männlich. Lerne jedes Nomen mit Artikel und prüfe die Übereinstimmung.
Eine Hilfe beim Lesen
Übereinstimmung kann beim Lesen helfen, wenn ein Nomen weit von seinem Adjektiv entfernt steht oder mehrere Nomen vorkommen. In einem französischen oder spanischen Artikel kann die Endung eines Adjektivs zeigen, welches Nomen es beschreibt, bevor du jedes Wort kennst. Das ist ein nützlicher Hinweis, keine perfekte Übersetzungshilfe.
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