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Bildhafte Sprache — Fremdsprachen, 14–17 Jahre

Eine Wendung kann über ihre wörtlichen Wörter hinausweisen. Metaphern, Redewendungen und andere Bilder beschreiben Gefühle oder Situationen schnell, doch ihre Bedeutung hängt von Sprache und Kontext ab.

Wörter können Bilder erzeugen

Bildhafte Sprache nutzt ein vertrautes Bild für eine Idee, die wörtlich nicht vorhanden ist. „I’m drowning in homework“ bedeutet nicht, dass Wasser da ist, sondern dass jemand sich überfordert fühlt. Man verbindet die Wörter mit der Situation.

Warum Bilder verwendet werden

Eine wörtliche Beschreibung ist nicht immer der schnellste oder stärkste Weg, ein Erlebnis mitzuteilen. Ein Bild kann ein kompliziertes Gefühl in eine kurze Wendung packen und die Vorstellungskraft anregen. Beim Lernen einer Fremdsprache kann eine Wort-für-Wort-Übersetzung diese gemeinsame Bedeutung verfehlen.

„Break the ice“ verstehen

Lies: „Maya told a joke to break the ice.“ Prüfe zuerst die wörtliche Szene: Niemand zerbricht Eis. Achte dann auf die soziale Situation: Menschen treffen sich und fühlen sich unbehaglich. Gemeint ist also: Der Witz lockerte die Stimmung und brachte das Gespräch in Gang.

Das Bild wörtlich nehmen

Ein verständlicher Fehler ist, sich genau das vorzustellen, was die Wörter beschreiben, besonders wenn alle bekannt sind. Bei gewöhnlichen Sätzen funktioniert diese Strategie, also wirkt sie sinnvoll. Bei einer Redewendung oder Metapher weist das wörtliche Bild aber vielleicht auf ein Gefühl, nicht auf ein Ereignis.

Echte Stimmen verstehen

Bildhafte Sprache kommt in Liedern, Filmen, Überschriften, Sportberichten und Alltagsnachrichten vor. Wer sie erkennt, versteht Ton und Gefühl, statt eine ungewöhnliche Wendung als Tatsachenbericht zu lesen. Wenn du selbst eine Redewendung nutzt, sollte sie zur Person und Situation passen.

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