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Ethik, 14–17 Jahre — 20 Themen · MyLeoNes™ Kuks

20 Themen in Ethik für 14–17 Jahre — kein vereinfachter Text für Ältere. In Lehrreihenfolge, jedes ein Deck aus fünf Karten.

Ethik · 14–17 Jahre

  1. Absicht und Folge

    Eine gute Absicht macht eine Handlung nicht automatisch richtig. Ethisches Urteilen betrachtet, was jemand wollte, was er tat, was geschah und was er vernünftigerweise vorhersehen konnte.

  2. Gerechtigkeit bedeutet nicht immer Gleichbehandlung

    Alle exakt gleich zu behandeln, kann trotzdem zu einem unfairen Ergebnis führen. Gerechtigkeit fragt, ob alle eine vernünftige Chance zur Teilnahme haben, berücksichtigt wichtige Unterschiede und vermeidet willkürliche Vorteile.

  3. Informierte Zustimmung

    Zustimmung ist mehr, als nicht Nein zu sagen. Sie ist eine freie, klare Einigung von jemandem, der versteht, worum es geht, seine Meinung ändern kann und weder unter Druck gesetzt noch getäuscht wird.

  4. Verantwortung in Gruppen

    Eine Gruppe kann schädliches Verhalten normal erscheinen lassen, besonders wenn alle darauf warten, dass jemand anderes handelt. Gemeinsame Verantwortung bedeutet nicht, dass alle gleich schuld sind; sie bedeutet, die eigene Möglichkeit zu erkennen, zu unterbrechen, nachzufragen oder Hilfe zu holen.

  5. Moralisches Glück

    Wir beurteilen oft, was Menschen tun, obwohl der Zufall das Ergebnis verändert. Moralisches Glück fragt, wie weit jemand für Folgen gelobt oder getadelt werden sollte, die er nicht vollständig kontrollieren konnte.

  6. Mittel und Ziele

    Ein gutes Ziel macht nicht automatisch jede Methode akzeptabel. Dieses Thema prüft, wann Schaden oder Unehrlichkeit vielleicht durch das erhoffte Ergebnis gerechtfertigt werden können.

  7. Digitale Privatsphäre

    Digitale Dienste sammeln Spuren dessen, was wir suchen, ansehen, kaufen und sagen. Digitale Privatsphäre fragt, wer diese Spuren kontrollieren sollte, welche Nutzung fair ist und wann Bequemlichkeit den Verlust an Wahlfreiheit nicht wert ist.

  8. Ziviler Ungehorsam

    Manchmal brechen Menschen absichtlich und öffentlich ein Gesetz, um ein schweres Unrecht anzufechten. Ziviler Ungehorsam fragt, wann das moralisch vertretbar sein kann und welche Grenzen verhindern, dass Protest zu gewöhnlichem Schaden wird.

  9. Moralischer Relativismus

    Der moralische Relativismus fragt, ob richtig und falsch von einer Gesellschaft oder Kultur abhängen oder ob manche Grundsätze für alle gelten sollten.

  10. Tugend und Gewohnheit

    Die Tugendethik fragt, zu welcher Person wir werden, nicht nur nach einzelnen Entscheidungen. Charakter entsteht durch wiederholte Handlungen und Übung.

  11. Rechte und Pflichten

    Ein Recht schützt ein wichtiges Interesse oder eine Freiheit, während eine Pflicht beschreibt, was andere tun oder unterlassen müssen, damit dieses Recht geachtet wird.

  12. Hinweisgeben

    Hinweisgeben bedeutet, schweres Fehlverhalten aus einer Organisation heraus zu melden, besonders wenn normale Wege versagen oder dabei helfen, den Schaden zu verbergen.

  13. Interessenkonflikt

    Ein Interessenkonflikt entsteht, wenn eine persönliche Beziehung oder ein Vorteil eine faire Entscheidung beeinflussen könnte. Ihn zu erkennen hilft, Offenheit zu verlangen, statt nur dem äußeren Eindruck zu vertrauen.

  14. Strukturelle Ungerechtigkeit

    Manche ungerechten Ergebnisse entstehen durch gewöhnliche Regeln und Institutionen, obwohl niemand schaden will. Wer das Muster erkennt, fragt eher, ob das System verändert werden muss, statt nur eine einzelne Person zu beschuldigen.

  15. Wiederherstellende Gerechtigkeit

    Wiederherstellende Gerechtigkeit fragt, wie ein Schaden anerkannt, wiedergutgemacht und verhindert werden kann, wobei die Betroffenen ernst genommen werden. Sie bedeutet nicht, Fehlverhalten zu ignorieren oder alle Folgen abzuschaffen.

  16. Moralischer Mut

    Moralischer Mut bedeutet, trotz Angst, Druck oder persönlicher Nachteile nach einem ernsthaften ethischen Urteil zu handeln. Er ist keine Rücksichtslosigkeit: Man prüft die Fakten, wählt eine verhältnismäßige Handlung und übernimmt Verantwortung für die Entscheidung.

  17. Moralische Dilemmata

    Wie man denkt, wenn zwei wichtige Werte in verschiedene Richtungen weisen.

  18. Utilitaristisches Denken

    Eine Handlung danach beurteilen, wie viel Wohlergehen und Leid sie voraussichtlich insgesamt hervorbringt.

  19. Universelle Regeln

    Eine persönliche Regel prüfen, indem man fragt, ob alle sie ohne Widerspruch befolgen könnten.

  20. Tierethik

    Fragen, was wir Tieren schulden und ob ihre Fähigkeit zu leiden unsere Entscheidungen verändern sollte.

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