El Niño und La Niña — Geowissenschaften, 14–17 Jahre
Wie ungewöhnliche Temperaturen im Pazifik das Wetter weit entfernt verändern können. Geowissenschaften, 14–17 Jahre.
Ein Rhythmus des Pazifischen Ozeans
El Niño und La Niña sind entgegengesetzte Phasen eines wiederkehrenden Musters zwischen Ozean und Atmosphäre im tropischen Pazifik. Bei El Niño wird das Oberflächenwasser im mittleren und östlichen Pazifik ungewöhnlich warm, bei La Niña ungewöhnlich kühl. Die veränderte Meerestemperatur beeinflusst Luftbewegungen und Niederschläge in weit entfernten Gebieten.
Welches Problem es löst
Wetterforscher wollten verstehen, warum sich Regen und Temperatur über ganze Kontinente verändern können, obwohl es vor Ort zunächst keine Warnzeichen gibt. El Niño und La Niña verbinden solche Fernwirkungen mit einem messbaren Muster im Pazifik. Sie sagen nicht jeden Sturm voraus, verbessern aber saisonale Vorhersagen und zeigen allgemeine Wahrscheinlichkeiten.
Ein Ereignis verfolgen
Angenommen, die Überwachung des Pazifiks misst mehrere Monate lang eine Meeresoberflächentemperatur, die 1,2 °C über dem langfristigen Mittel liegt. Forschende prüfen Wind, Luftdruck und Wärme im Ozean und ordnen das Muster als El Niño ein, wenn die Daten zusammenpassen. Sie vergleichen Klimadaten, um wahrscheinliche Folgen abzuschätzen, etwa mehr Regen in einer Region und Dürregefahr in einer anderen.
Nicht jede ungewöhnliche Jahreszeit ist El Niño
Es ist nachvollziehbar, jede warme, nasse oder trockene Jahreszeit El Niño zuzuschreiben, weil dieses Muster für Wetteränderungen bekannt ist. Tatsächlich hat das örtliche Wetter viele Ursachen, und El Niño wird durch Messungen von Ozean und Atmosphäre über eine Region erkannt. Er verändert Wahrscheinlichkeiten und Mittelwerte, garantiert aber kein Ergebnis für jeden Ort.
Wo es außerhalb der Schule vorkommt
Saisonale Vorhersagen nutzen Informationen über El Niño und La Niña, damit Landwirte Pflanzen auswählen, Wasserversorger Vorräte planen und Rettungsdienste sich auf Hochwasser- oder Dürregefahren vorbereiten können. Auch die Fischerei beobachtet das Muster, weil wärmeres oder kühleres Oberflächenwasser Nährstoffe und Fische verlagern kann. Das sind Planungswerkzeuge, keine Garantie für das Wetter an einem einzelnen Ort.
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