Das Magnetfeld der Erde lenkt den Kompass — Geowissenschaften, 7–10 Jahre
Die Erde verhält sich ein wenig wie ein riesiger Magnet. Ihr unsichtbares Magnetfeld lässt eine Kompassnadel drehen und hilft uns, Richtungen zu finden.
Ein unsichtbarer Wegweiser
Ein Kompass enthält einen kleinen Magneten, der sich frei drehen kann. Das Magnetfeld der Erde zieht ein Ende nach Norden, deshalb richtet sich die Nadel in Nord-Süd-Richtung aus. Das Feld sehen wir nicht, seine Wirkung aber schon.
Warum Menschen einen Kompass brauchten
Bevor es zuverlässige Karten und digitale Geräte gab, konnten Reisende die Richtung verlieren, wenn Wolken die Sonne verdeckten oder sie weit vom Land entfernt waren. Ein Kompass gab ihnen eine feste Orientierung nach Norden. Das Feld entsteht hauptsächlich durch bewegtes, heißes Eisen im äußeren Erdkern.
Einen Kompass bei einem Spaziergang benutzen
Du stehst vor dem Schultor und möchtest nach Osten gehen. Lege zuerst den Kompass waagerecht hin und warte, bis die Nadel stillsteht. Drehe den Kompass, bis die Nordmarke zum Nordende der Nadel passt. Osten liegt ein Viertelkreis rechts von Norden; dorthin gehst du.
Ein Kompass ist keine Zauberei
Ein häufiger Irrtum ist, dass die Nadel genau auf den Ort zeigt, der Nordpol heißt. Das klingt logisch, weil die Nadel mit Nord beschriftet ist; sie folgt aber dem Magnetfeld, dessen Richtung nicht genau dem Kartennorden entspricht. Metall und Magnete in der Nähe können sie zusätzlich ablenken.
Richtungen in der echten Welt finden
Kompassgeräte sind beim Wandern, Segeln oder Kartenlesen im Freien noch nützlich. Sie brauchen keine Batterien, müssen aber von starken Magneten und Metallausrüstung ferngehalten werden. Manche Tiere, zum Beispiel bestimmte Vögel, können das Magnetfeld bei ihren Wanderungen ebenfalls wahrnehmen.
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