Eine Gruppenentscheidung muss nicht allen gefallen — Politische Bildung, 4–6 Jahre
Wenn eine Gruppe eine Möglichkeit auswählt, kann das Ergebnis fair sein, auch wenn manche lieber etwas anderes wollten.
Die Mehrheit ist nicht dasselbe wie alle
Bei einer Gruppenentscheidung ist die Mehrheit die Möglichkeit mit mehr Stimmen als jede andere einzelne Möglichkeit. Sie kann gewinnen, obwohl einige anders gewählt haben. Ihre Wahl zählte trotzdem, und sie gehören weiterhin zur Gruppe.
Warum eine Gruppenentscheidung nutzen?
Eine Gruppe braucht vielleicht einen Plan, aber darauf zu warten, dass alle dieselbe Möglichkeit mögen, kann sehr lange dauern. Das Zählen der Stimmen gibt der Gruppe einen klaren Weg weiterzugehen. Enttäuschung verschwindet dadurch nicht, deshalb hört eine gute Gruppe auch den Überstimmten zu.
Ein Spiel für die Pause auswählen
Fünf Kinder wählen ein Spiel: Drei stimmen für Fangen und zwei für Verstecken. Fangen hat mehr Stimmen und ist deshalb diesmal die Gruppenentscheidung. Die beiden Kinder, die Verstecken wollten, können es für die nächste Runde vorschlagen.
Gewinnen heißt nicht, dass alle einverstanden sind
Ein Kind hört vielleicht „Die Gruppe hat Fangen gewählt“ und denkt, dass alle Fangen wollten. Das ist verständlich, weil wir oft so sprechen, als hätte eine Gruppe nur eine Stimme. Tatsächlich zeigt das Ergebnis, was mehr Menschen gewählt haben, nicht was alle fühlten.
Gemeinsam Entscheidungen treffen
Gruppen nutzen diese Idee bei der Wahl einer Geschichte für die Klasse, einer Teamaktivität oder eines Veranstaltungstermins. Wer nicht die erste Wahl bekam, kann trotzdem Fragen stellen und helfen, dass der gewählte Plan gut klappt. Beim nächsten Mal kann eine andere Möglichkeit mehr Unterstützung bekommen.
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