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Erhaltung der Masse — Chemie, 11–13 Jahre

Bei einer chemischen Veränderung wird Materie neu angeordnet, nicht erschaffen oder vernichtet. Die Gesamtmasse bleibt gleich, wenn nichts entweichen kann.

Nichts verschwindet einfach

Wenn Stoffe reagieren, werden ihre Teilchen neu angeordnet und bilden neue Stoffe. Atome verschwinden nicht, und neue Atome entstehen nicht aus dem Nichts. In einem geschlossenen Gefäß ergibt das Wiegen vor und nach der Reaktion dieselbe Gesamtmasse.

Warum vorher und nachher wiegen?

Man sah, dass ein Stoff kleiner oder größer wurde oder Rauch bildete, und fragte sich, ob Materie verloren ging oder entstand. Sorgfältige Experimente zeigten, dass auch Gase Masse besitzen, obwohl man sie nicht sieht. Man muss deshalb alle Stoffe, auch die Luft, mitzählen.

Essig und Natron

Gib 50 g Essig und 5 g Natron in einen verschlossenen Beutel. Vor dem Mischen beträgt die Gesamtmasse 55 g. Es entstehen Blasen, weil Kohlenstoffdioxid gebildet wird, aber im Beutel bleibt. Nach der Reaktion beträgt die Masse des geschlossenen Beutels weiterhin 55 g.

Das fehlende Gas

Es ist verständlich zu denken, dass Masse verloren ging, wenn sich eine Tablette auflöst oder verbrennt und der feste Stoff leichter wird. Man sieht die Veränderung des Feststoffs, aber nicht das entweichende Gas. Die fehlende Masse ist meist in die Luft gelangt, daher erfasst ein offener Versuch nicht das ganze System.

Rezepte und Verschmutzung prüfen

Ingenieure nutzen die Massenerhaltung, um chemische Rezepte in Fabriken zu prüfen und Schadstoffe in Luft oder Wasser zu verfolgen. Wenn Atome in einen Prozess gelangen, müssen sie in Produkten oder Abfällen wieder herauskommen. So findet man Lecks und plant die nötige Behandlung.

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