Hefe lässt Teig aufgehen — Chemie, 4–6 Jahre
Winzige Lebewesen, Hefen genannt, können Zucker im Teig verändern und dabei ein Gas bilden. Eingeschlossene Blasen drücken den Teig nach oben, sodass Brot leicht wird und viele kleine Löcher bekommt.
Was Hefe tut
Hefe besteht aus winzigen lebenden Zellen, die man ohne besondere Geräte nicht sehen kann. In warmem, feuchtem Teig nutzt sie etwas Zucker und bildet Kohlendioxid. Der Teig hält das Gas in weichen Blasen fest und geht auf.
Warum Bäcker sie verwenden
Flacher Teig ergibt ein schweres, dichtes Brot, deshalb wollten Menschen weicheres und leichter zu essendes Brot. Vor langer Zeit bemerkten Bäcker, dass Teig an einem warmen Ort größer und leichter wurde. Sie erkannten, dass Hefe im Teig Gas bildete und nicht bloß Luft von außen hineinließ.
Teig beim Aufgehen beobachten
Mische mit einem Erwachsenen Mehl, Wasser, etwas Hefe und etwas Zucker. Markiere die Teighöhe an der Schüssel und lass ihn etwa eine Stunde warm stehen. Steigt er von 5 auf 8 Zentimeter, hat die Hefe Gas gebildet und der Teig Blasen festgehalten.
Der verständliche Irrtum
Es ist naheliegend zu denken, der Teig werde größer, weil mehr Mehl entstanden sei oder weil er Wasser aufgesogen habe. Von außen ist aber kein Teig in die Schüssel gekommen. Hefe hat unsichtbares Gas gebildet, und viele Blasen nehmen zusammen mehr Platz ein.
Brot und andere Lebensmittel
Bäcker verwenden Hefe für Brot, Brötchen und Pizzateig. Die Blasen machen das Gebäck leichter und geben ihm seine löchrige Struktur. Manche Teige verwenden stattdessen Backpulver, das ebenfalls Gas bildet, aber durch einen anderen chemischen Vorgang.
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