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Wie Kristalle wachsen — Chemie, 7–10 Jahre

Ein Kristall wächst, wenn sich seine Teilchen in einem wiederholten Muster anordnen. Salz- und Zuckerkristalle zeigen das deutlich. Ihre flachen Flächen und regelmäßigen Formen entstehen dadurch, wie die Teilchen zusammenpassen.

Ein wiederholtes Muster

In einem Kristall sind winzige Teilchen in einem geordneten Muster angeordnet, das sich immer wiederholt. Wenn weitere Teilchen dazukommen, wächst das Muster nach außen. Deshalb kann ein Kristall gerade Kanten, flache Flächen und eine erkennbare Form haben statt wie ein zufälliger Klumpen auszusehen.

Warum das Muster wichtig ist

Menschen bemerkten, dass Salz, Zucker und Mineralien oft regelmäßige Formen bilden. Diese Form ist nicht bloß Dekoration, sondern gibt Hinweise auf die Anordnung der Teilchen im Inneren. Kristalle zu untersuchen hilft, Stoffe zu erkennen und ihr Verhalten zu verstehen.

Salzkristalle wachsen lassen

Rühre Salz in 100 Milliliter warmes Wasser, bis sich kein weiteres Salz löst. Stelle das Gefäß an einen sicheren Ort, damit ein Teil des Wassers verdunsten kann. Nach einigen Tagen treffen sich Salzteilchen und ordnen sich zu einem wiederholten Muster, sodass kleine Kristalle am Gefäß und an der Schnur entstehen.

Nicht jeder glänzende Feststoff ist ein Kristall

Es ist leicht, jedes glänzende Stück einen Kristall zu nennen, weil Kristalle oft funkeln. Entscheidend ist aber nicht der Glanz, sondern die wiederholte innere Anordnung der Teilchen. Glas kann wie Kristall aussehen, doch seine Teilchen bilden nicht dasselbe geordnete Muster.

In Gesteinen und Technik

Quarzkristalle bilden sich in vielen Gesteinen, und Salzkristalle entstehen, wenn Meerwasser austrocknet. Sorgfältig gezüchtete Kristalle werden auch in Uhren, Kameras und manchen elektronischen Geräten verwendet, weil ihre regelmäßige Struktur nützliche Eigenschaften hat. Bei Medikamenten kann die Kristallform ebenfalls wichtig sein.

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