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Mikroorganismen: Leben, das zu klein zum Sehen ist — Biologie, 11–13

Bakterien, Pilze und andere winzige Lebewesen leben fast überall. Manche helfen uns, andere können Krankheiten verursachen.

Was Mikroorganismen sind

Mikroorganismen sind Lebewesen, die so klein sind, dass man die meisten nur mit einem Mikroskop sehen kann. Bakterien, Hefen und viele Einzeller gehören dazu, Viren sind jedoch eine andere Art von infektiösem Teilchen. Klein bedeutet nicht unwichtig: Sie können Lebensmittel herstellen, Stoffe zurückführen oder Krankheiten auslösen.

Warum sie wichtig sind

Früher machte man schlechte Gerüche oder geheimnisvolle Luft für Krankheiten verantwortlich, weil man Keime nicht sehen konnte. Das Mikroskop und sorgfältige Experimente zeigten, dass bestimmte Mikroorganismen in den Körper gelangen, sich vermehren und ihn stören können. Dieselbe Idee erklärt Joghurt, aufgehendes Brot und Zersetzung: Verschiedene Mikroben verändern Stoffe auf unterschiedliche Weise.

Ein Experiment mit Brot

Lege zwei gleich große Brotscheiben in getrennte, beschriftete Beutel. Eine bleibt in einem warmen Schrank, die andere im Kühlschrank; beobachte sie täglich, ohne die Beutel zu öffnen. Nach vier Tagen kann die warme Scheibe mehr Schimmel zeigen: Wärme ließ die Schimmelsporen schneller wachsen, während Kälte ihre Aktivität bremste. Das zeigt etwas über Wachstum, beweist aber nicht, dass jeder Keim Wärme bevorzugt.

Die häufige Verwechslung

Es ist verständlich, alles Winzige als Bakterium zu bezeichnen oder jeden Keim für schädlich zu halten. Wir bemerken Mikroben besonders dann, wenn sie uns krank machen, deshalb wirkt Gefahr wie ihr Hauptzweck. Tatsächlich sind viele harmlos oder nützlich, und Viren sind keine Bakterien: Antibiotika gegen Bakterien helfen nicht bei viralen Erkältungen.

Wo sie vorkommen

Mikroorganismen helfen dabei, Milch in Joghurt und Teig in aufgegangenes Brot zu verwandeln. In Erde und Kompost bauen sie abgestorbenes Material ab und geben Nährstoffe an Pflanzen zurück. Einige werden für Medikamente genutzt, andere verderben Lebensmittel; Händewaschen, Kühlen und saubere Wunden können unerwünschtes Wachstum bremsen.

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