Finsternisse — Astronomie, 11–13 Jahre
Eine Finsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond so genau auf einer Linie stehen, dass der Schatten eines Körpers oder das blockierte Licht sichtbar wird. Diese Ausrichtung ist besonders; der Mond verändert dabei nicht seine Form.
Ein Schatten im All
Die Sonne sendet Licht in alle Richtungen, und der Mond oder die Erde können einen Teil davon blockieren. Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf einen Teil der Erde. Bei einer Mondfinsternis fällt der Erdschatten auf den Mond. Eine Finsternis handelt also von Ausrichtung und Schatten, nicht davon, dass der Mond an- oder ausgeht.
Warum gibt es nicht jeden Monat Finsternisse?
Es scheint logisch, jeden Monat eine Finsternis zu erwarten: Der Mond umkreist die Erde, und die Phasen wiederholen sich. Ein Detail fehlt jedoch: Die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahn um die Sonne leicht geneigt. In den meisten Monaten zieht der Mondschatten über oder unter dem Ziel vorbei, sodass die drei Körper nicht genau genug ausgerichtet sind.
Eine Mondfinsternis verfolgen
Stell dir eine Mondfinsternis vor. Zuerst steht die Sonne auf einer Seite, die Erde in der Mitte und der Vollmond auf der anderen Seite. Dann blockiert die Erde das direkte Sonnenlicht, das den Mond erreichen würde. Schließlich wandert der Mond durch den Erdschatten: Er kann dunkler und rötlich werden, weil etwas Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gelangt.
Nie direkt in die Sonne schauen
Während einer Sonnenfinsternis kann der verdeckte Teil die Sonne ungefährlicher erscheinen lassen, als sie ist. Das ist verständlich, weil der Himmel dunkler wird und die Augen weniger Beschwerden spüren können. Trotzdem kann das verbleibende Licht die Netzhaut dauerhaft schädigen. Verwende geprüfte Sonnenfinsternisbrillen oder eine sichere Projektion; normale Sonnenbrillen reichen nicht aus.
Finsternisse als genaue Uhren
Jahrhundertelang notierten Menschen, wann Finsternisse begannen und endeten und von welchen Orten aus sie sichtbar waren. Diese Aufzeichnungen halfen Astronomen, Modelle der Mondbahn zu prüfen und Kalender zu verbessern. Heute ermöglichen Vorhersagen auch sichere öffentliche Beobachtungen und helfen Raumfahrtteams, Messungen zu planen, wenn die Oberfläche einer Welt in den Schatten gelangt.
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