Tag und Nacht — Astronomie, 11–13 Jahre
Die Drehung der Erde lässt den Himmel jeden Tag scheinbar an uns vorbeiziehen. Astronomie, 11–13 Jahre.
Die Idee
Die Erde dreht sich ständig, wie ein langsam kreisender Ball. Auf der Seite zur Sonne ist Tag, auf der abgewandten Seite Nacht. Weil wir auf der Erde stehen, scheinen Sonne und Sterne über den Himmel zu wandern, obwohl ein großer Teil dieser Bewegung durch unsere eigene Drehung entsteht.
Warum diese Idee wichtig ist
Man musste erklären, warum die Sonne im Osten aufzugehen, über den Himmel zu ziehen und im Westen unterzugehen scheint und warum sich Schatten im Lauf des Tages verändern. Beim Beobachten wirkt es zunächst möglich, dass sich der ganze Himmel um die Erde dreht. Die Erdrotation erklärt dies einfacher und hilft, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Tageslänge vorherzusagen.
Ein Beispiel
Stell dir eine Lampe als Sonne und einen Globus mit einem Aufkleber vor. Richte den Aufkleber zuerst zur Lampe: Dort ist Tag. Drehe den Globus um eine Vierteldrehung; der Aufkleber kommt an den Rand des Lichts, wie beim Sonnenuntergang. Drehe ihn noch eine halbe Umdrehung: Er liegt auf der dunklen Seite, also ist Nacht. Eine weitere Vierteldrehung bringt den Sonnenaufgang.
Der häufige Denkfehler
Es ist ein naheliegender Fehler zu sagen, dass die Sonne jeden Tag um eine stillstehende Erde wandert. Das wirkt verständlich, weil sich die Sonne in unserem Blickfeld wirklich bewegt und wir die Drehung nicht spüren. Wichtig ist der Unterschied zwischen scheinbarer Bewegung und ihrer Ursache: Die Erde dreht sich, während die Sonne weit entfernt ist.
Wo diese Idee gebraucht wird
Diese Idee hilft, Zeit zu organisieren: Uhren, Kalender, Arbeitsschichten und Sendezeiten hängen von der Erdrotation ab. Sie hilft Astronominnen und Astronomen auch zu planen, wann ein Teleskop ein Ziel sehen kann. Ganz einfach erklärt sie, warum es in einem Land Tag und in einem anderen Nacht ist: Die Erdseiten zeigen unterschiedlich zur Sonne.
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