Sport und dein Körper
Tippe auf eine Karte und probier es vor dem Schlafengehen Laufen · Schwimmen · Fußball · Springen · Gleichgewicht · Dehnen · Stärker Werden · Atmen in Bewegung · Aufwärmen · Ruhe · Basketball · Tennis · Volleyball · Cricket · Rugby.
7 bis 10 Jahre
Was drin ist
Laufen — das älteste Spiel überhaupt
Laufen ist der Sport, den du längst kannst, weil du ihn auf einem Schulhof gemacht hast, bevor es dir jemand beibrachte. Es ist auch der, bei dem Menschen am häufigsten beschließen, sie seien „schlecht darin“ — meist weil sie jemand weiter laufen ließ, als es Spaß machte. Tempo und Strecke sind gar nicht der Punkt — der Punkt ist, dass schnelles Bewegen sich herrlich anfühlt und dein Körper genau dafür gebaut ist, in kurzen Schüben.
Schwimmen — Bewegung in einer dickeren Welt
Schwimmen ist der einzige Sport, bei dem der Boden verschwindet — und genau deshalb fühlt es sich wie Fliegen an, sobald du ihm vertraust. Dein Körper wiegt fast so viel wie dieselbe Menge Wasser, und darauf beruht das ganze Schweben. Schwimmen zu lernen ist außerdem eine der wenigen Fähigkeiten, die wirklich ein Leben retten kann, auch dein eigenes.
Fußball — ein Ball, endlose Spiele
Fußball ist in Wahrheit ein Denkspiel in matschigen Schuhen. Treten kann jeder, aber die Spieler, die alle im Team haben wollen, sehen eine Sekunde vorher, was gleich passiert. Das übst du allein gegen eine Wand, und es kostet gar nichts.
Springen — die Schwerkraft kurz besiegen
Springen ist die ehrlichste Messung im Sport: Entweder du bist drüber oder nicht, und der Boden streitet nie. Es ist außerdem das Schnellste, was ein menschlicher Körper tut, denn die ganze Kraft muss in etwa einer Fünftelsekunde da sein. Deshalb fühlt sich Springen so befriedigend an — du bekommst sofort eine Antwort.
Gleichgewicht — absichtlich oben bleiben
Gleichgewicht wirkt wie etwas, das man hat oder nicht — und das ist völlig falsch: Es ist eine Fähigkeit, und sie verbessert sich schneller als fast alles andere, was du üben kannst. Zirkusartisten kommen nicht anders zur Welt — sie verbringen einfach tausende Stunden mit winzigen Korrekturen. Du kannst heute Abend anfangen, im Flur, ganz ohne Ausrüstung.
Dehnen — dir mehr Spielraum geben
Dehnen gilt als langweilig, vor allem weil es meist als Strafe am Stundenende beigebracht wird. Richtig gemacht sind es zwei der schönsten Minuten des Tages, und du kannst sie im Schlafanzug auf dem Teppich verbringen. Es wird auch oft missverstanden: Der alte Rat, vor dem Laufen kräftig zu dehnen, hat sich nicht bestätigt.
Stärker Werden — Üben verändert, was du kannst
Stärker werden hat nichts damit zu tun, wie man aussieht, und schon gar nichts mit der Form eines Körpers. Es geht darum, was du diesen Monat kannst und letzten Monat nicht konntest: etwas länger hängen, die Einkäufe tragen, das Klettergerüst im Park hochkommen. Diese Stärke steht jedem Körper offen, auf seine Weise.
Atmen in Bewegung — der Rhythmus unter allem
Der Atem ist der einzige Teil der Bewegung, den du jederzeit übernehmen kannst — das macht ihn zum nützlichsten Werkzeug dieser ganzen Welt. Sportler haben keine Zauberlungen; sie haben geübte Rhythmen. Und dieselben Rhythmen, die dir im Spiel helfen weiterzumachen, beruhigen dich auch vor einem Test oder nach einem Streit.
Aufwärmen — erst den Körper wecken
Das Aufwärmen ist der Teil, den alle überspringen wollen — und der entscheidet, wie der Rest läuft. Es ist keine Regel, die Erwachsene erfunden haben, um den Spaß zu verderben: Ein kalter Körper ist wirklich langsamer, steifer und ungeschickter als derselbe Körper fünf Minuten später. Die gute Nachricht: Ein richtiges Aufwärmen ist vor allem Spielen, nur allmählich.
Ruhe — wann die Verbesserung passiert
Ruhe gilt als Gegenteil von Training, und das ist genau verkehrt herum. Training ist die Frage, die du deinem Körper stellst; Ruhe ist, wenn er antwortet. Überspring die Antwort, und du kannst einen Monat lang jeden Tag üben und langsamer, wunder und viel lustloser enden als am Anfang.
Basketball — prellen, passen, werfen
Basketball ist ein schnelles Spiel aus Pässen und Würfen, bei dem fünf Spieler den Ball übers Feld prellen und in einen hohen Korb legen. Fast alles kannst du allein mit einem Ball und irgendeiner Wand üben. Das Kluge ist nicht, der Größte zu sein — sondern vor allen anderen in die freie Lücke zu kommen.
Tennis — du gegen den Aufsprung
Tennis ist ein Spiel aus Geduld und Winkeln, bei dem du einen Ball über das Netz schlägst und ihn dort aufspringen lassen willst, wo dein Gegner nicht steht. Zum Anfangen brauchst du kein Feld: Eine Wand und ein Schläger bringen dir fast alles bei. Meist gewinnt, wer ruhig bleibt und den Ball einen Schlag länger im Spiel hält.
Volleyball — lass ihn nicht fallen
Volleyball ist ein Spiel schneller Teamarbeit, bei dem du einen Ball übers hohe Netz pritschen, stellen und schlagen musst, ohne ihn je zu fangen. Weil du nur drei Berührungen hast, lernen die Spieler, sich sofort zu helfen. Es ist einer der freundlichsten Sportarten zum Anfangen, denn ein Wasserball und eine Wäscheleine reichen schon.
Cricket — schlagen, werfen, warten
Cricket ist ein Schläger-und-Ball-Spiel, bei dem ein Team schlägt, um Runs zu erzielen, und das andere wirft und feldet, um es zu verhindern. Es wirkt langsam, steckt aber voller kleiner Duelle zwischen Werfer und Schläger. Zum Anfangen brauchst du nur einen Schläger, einen Ball und ein Ziel.
Rugby — trag ihn über die Linie
Rugby ist ein Lauf- und Passspiel, bei dem du einen ovalen Ball über die Linie des Gegners trägst, um einen Versuch zu erzielen. Es wirkt hart, doch die freundliche Touch-Variante hat gar keine Tacklings. Sein wahres Herz sind Teamgeist und das Händeschütteln danach, egal wie es steht.
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