Wie Tiere leben
Tippe auf eine Karte und sieh, wie sie es lösen Warm bleiben · Futter finden · Sich verstecken · Weite Reisen · Miteinander reden · Tiere, die Werkzeug benutzen · Familien und Helfer · Schlafen und Winterschlaf · Sinne, die wir nicht haben · Leben neben uns.
7 bis 10 Jahre
Was drin ist
Warm bleiben — das Wärmeproblem
Lebendig sein heißt, ein kleines Feuer im Körper zu unterhalten, und ein Feuer braucht Pflege. Ein Fuchs im Schneesturm, ein Pinguin in der Winternacht und ein Elefant um die Mittagszeit arbeiten am selben Rätsel von zwei Seiten: die Wärme drinnen halten oder sie loswerden. Keine ihrer Antworten ist ein Mantel, den man ausziehen kann.
Futter finden — das Energieproblem
Nichts, was ein Tier tut, ist umsonst. Wachsen, Laufen, Heilen und sogar Denken kosten Energie, und Nachschub gibt es nur aus etwas, das lebendig war. Deshalb ist die Form eines Tieres vor allem die Form seines Abendessens: Schau auf ein Maul, und du errätst die Mahlzeit.
Sich verstecken — das Nicht-gefressen-werden-Problem
Die meisten Tiere verbringen ihr ganzes Leben damit, essbar zu sein. Die billigste Antwort ist, gar nicht gesehen zu werden, und das ist ein Konstruktionsproblem mit Dutzenden verschiedener Lösungen — den Hintergrund nachahmen, die eigene Umrisslinie zerbrechen, völlig still halten oder eine Warnung so laut hinausrufen, dass niemand näher kommt.
Weite Reisen — das Problem der wandernden Heimat
Manchmal ist die Antwort auf eine harte Jahreszeit nicht, sie auszuhalten, sondern zu gehen. Millionen Tiere tun genau das jedes Jahr, überqueren Ozeane, Wüsten und Gebirge nach einem Fahrplan, den niemand aufgeschrieben hat, und das Erstaunliche ist nicht die Entfernung. Es ist, dass sie ankommen.
Miteinander reden — das Botschaftsproblem
Eine Idee aus einem Kopf in einen anderen zu bringen ist selbst für uns schwer, und Tiere schaffen es ohne ein einziges Wort. Sie nutzen Klang, Geruch, Bewegung, Licht und Berührung, und die Botschaft ist meist kurz und nützlich: Gefahr hier, Futter dorthin, das gehört mir, komm näher.
Tiere, die Werkzeug benutzen — das Problem des Unerreichbaren
Lange hieß es, Werkzeuggebrauch sei das Einzige, was nur Menschen tun. Das erwies sich als falsch, und die Tiere, die es bewiesen, waren nicht die erwarteten. Was als Werkzeug gilt, ist einfach: ein Gegenstand, den ein Tier aufnimmt, um eine Arbeit zu erledigen, die sein Körper allein nicht schafft.
Familien und Helfer — das Problem, Junge am Leben zu halten
Ein neugeborenes Tier ist das Zerbrechlichste in jeder Landschaft, und jede Art hat dafür einen Plan. Manche legen Tausende Eier und gehen fort; manche bekommen ein Junges und verteidigen es ein Jahrzehnt lang; und einige haben etwas dazwischen gefunden, bei dem die ganze Gruppe hilft, fremden Nachwuchs großzuziehen.
Schlafen und Winterschlaf — das Problem der leeren Jahreszeit
Jedes Tier muss sich manchmal abschalten, und abschalten ist gefährlich, wenn dich etwas jagt. Der Winter verschärft das, weil die Nahrung einfach ausbleibt. Die Antworten reichen vom Nickerchen mit einer Gehirnhälfte bis zum völligen Herunterfahren des Körpers bis zum Frühling.
Sinne, die wir nicht haben — das Problem der unsichtbaren Welt
Deine Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut geben dir eine Fassung der Welt, und es ist nur eine Fassung. Andere Tiere nehmen wahr, was du gar nicht bemerkst: Magnetismus, Elektrizität, Wärme als Bild, Farben jenseits des Regenbogenendes und Echos als Sehsinn. Das ist die seltsamste Idee dieser ganzen Welt, und jedes Stück davon ist gemessen.
Leben neben uns — das Problem der geteilten Welt
Menschen haben eine neue Art Landschaft aus Stein, Glas, Licht und Lärm gebaut, und erstaunlich viele Tiere sind geradewegs eingezogen. Manche kämpfen. Andere kommen hier besser zurecht als auf dem Land, und wer zu welcher Gruppe gehört, verrät sehr viel darüber, was Tiere wirklich brauchen.
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