Naturwissenschaften Klasse 5: Der Boden: wie er entsteht und was er leistet
Naturwissenschaften, Klasse 5 (Portugal): Verwitterung und Lebewesen machen aus Gestein Boden; er enthält Mineralteilchen, Humus, Wasser und Luft, trägt Pflanzen, speichert Wasser und beherbergt Leben.
Woraus Boden besteht
Boden ist die dünne, lockere Schicht über dem Gestein, in der Pflanzen wachsen. Er hat vier Bestandteile: mineralische Teilchen (Sand, Schluff und Ton), Humus (dunkle Substanz aus toten Pflanzen und Tieren), Wasser und Luft. Ein guter Ackerboden besteht ungefähr aus 45 % Mineralteilchen, 5 % Humus, 25 % Wasser und 25 % Luft (Näherungswerte). Wasser und Luft füllen die Zwischenräume, und dort leben auch Lebewesen.
Wozu Boden gut ist
Der Boden hat mehrere Aufgaben. Er hält Pflanzen fest und liefert Wasser und mineralische Nährstoffe. Er speichert und filtert Wasser. Er ist Lebensraum für viele Lebewesen wie Regenwürmer, Insekten, Pilze und Bakterien, die totes Material zu Humus zersetzen. Seine Eigenschaften hängen von der Mischung ab: Sandboden lässt Wasser schnell durch, Tonboden hält es fest, und Humus macht den Boden dunkler und reicher.
Vom nackten Fels zum Boden
Schritt 1: Auf nacktem Fels dringt Regenwasser in Spalten; nachts gefriert es, dehnt sich aus und weitet sie (atmosphärische Kräfte). Schritt 2: Wind und Wasser lösen kleine Bruchstücke. Schritt 3: Flechten und Wurzeln wachsen auf und in den Fels und brechen ihn mit ihren Säuren und ihrem Druck weiter auf (biologische Kräfte). Schritt 4: Tote Pflanzen und Tiere zersetzen sich zu Humus, der sich mit den Bruchstücken mischt. Nach sehr langer Zeit ist diese Mischung Boden.
Boden ist nicht nur «Erde»
Man denkt leicht, Boden sei nur zermahlenes Gestein oder entstehe schnell. Zermahlenes Gestein allein ist kein Boden: Ohne Humus, Wasser, Luft und Lebewesen trägt es Pflanzen schlecht. Boden entsteht zudem sehr langsam: Eine Schicht von wenigen Zentimetern kann Hunderte Jahre oder mehr brauchen. Ein kahler, abgetragener oder versiegelter Boden ist daher in einem Leben nicht zu ersetzen, und sein Schutz ist wichtig.
Boden in menschlichen Tätigkeiten
Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft hängen vom Boden ab: Getreide, Reben, Olivenbäume und Korkeichen wachsen darin. Ziegel und Dachziegel werden aus Ton von Böden gemacht, und alle Gebäude stehen auf Boden oder Fels. Wenn Wälder abgeholzt werden oder brennen, kann der Regen den Boden wegspülen. Welche Böden sind in deiner Region wichtig, und was wächst darauf?
Teste, was du gelernt hast
Aus welchen vier Bestandteilen besteht Boden?
- a) Mineralteilchen, Humus, Wasser und Luft
- b) Nur Sand und Ton
- c) Nur Gesteinsbruchstücke und lebende Pflanzen
Richtige Antwort: a) Mineralteilchen, Humus, Wasser und Luft — Richtig: Wasser und Luft füllen die Zwischenräume, und Humus stammt aus totem Material.
Ein typischer Ackerboden besteht aus etwa 45 % Mineralteilchen, 5 % Humus, 25 % Wasser und 25 % Luft (Näherungswerte). Welchen Anteil des Bodens nehmen Wasser und Luft zusammen ein?
- a) 25 %
- b) 45 %
- c) 5 %
- d) 50 %
Richtige Antwort: d) 50 % — Richtig: 25 % + 25 % = 50 %, der Raum zwischen den Teilchen.
Welche Aussage über Boden ist richtig?
- a) Er entsteht in wenigen Tagen aus zermahlenem Gestein
- b) Zermahlenes Gestein allein ist schon Boden
- c) Er entsteht sehr langsam und braucht neben Gesteinsbruchstücken auch Humus, Wasser, Luft und Lebewesen
Richtige Antwort: c) Er entsteht sehr langsam und braucht neben Gesteinsbruchstücken auch Humus, Wasser, Luft und Lebewesen — Richtig: Deshalb ist kahler oder versiegelter Boden in einem Leben nicht zu ersetzen.
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