Übung verändert, was wir können — Psychologie, 4–6 Jahre
Mehrmaliges Ausprobieren hilft Gehirn und Körper, eine Fähigkeit zu verbessern. Psychologie, 4–6 Jahre.
Was Übung bewirkt
Üben bedeutet, eine Fähigkeit auszuprobieren, zu beobachten, was passiert, und es erneut zu versuchen. Jeder Versuch kann Gehirn und Körper helfen, eine sicherere Art des Bewegens oder Denkens zu finden. Am Anfang ist der Fortschritt vielleicht klein, aber kleine Veränderungen summieren sich.
Warum Üben wichtig ist
Neue Fähigkeiten sind oft schwierig, weil das Gehirn die Schritte noch nicht geordnet hat. Wir üben, weil der Wunsch allein dem Körper nicht zeigt, wie etwas geht. Das merkte man daran, dass Anfänger nach vielen Versuchen sicherer wurden.
Fangen lernen
Leo versucht, einen großen Ball aus einem Meter Entfernung zu fangen. Beim ersten Versuch verfehlt er ihn, beim zweiten berührt er ihn, beim dritten fängt er ihn an der Brust. Nach zehn Versuchen fängt er ihn 7-mal. Übung half seinen Augen und Händen zusammenzuarbeiten.
Die Falle: Fortschritt ist nicht gleichmäßig
Man denkt leicht: „Ich habe geübt, also muss ich jedes Mal besser sein.“ Das ist verständlich, weil Üben oft hilft, aber Schlaf, Müdigkeit und die Schwierigkeit des Versuchs spielen auch eine Rolle. Ein schwieriger Versuch löscht Gelerntes nicht aus.
Üben im Alltag
Übung braucht man beim Schwimmenlernen, Fahrradfahren, Musizieren oder Schreiben des eigenen Namens. Trainerinnen und Lehrkräfte machen die Aufgabe oft kleiner, geben einen hilfreichen Tipp und lassen einen neuen Versuch zu. So erkennt man leichter, was sich verändert hat.
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