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Gleichstufige Stimmung — Musik, 14–17 Jahre

Wie moderne Instrumente die Oktave teilen, damit Musik ohne neues Stimmen die Tonart wechseln kann.

Idee

Bei der gleichstufigen Stimmung wird die Oktave in zwölf gleiche Schritte geteilt. Jeder Halbton vervielfacht die Frequenz mit demselben Faktor, etwa 1,0595. Das ist nicht die einzige Stimmung, aber dieselben Tastaturgriffe funktionieren in jeder Tonart.

Warum es nötig war

Ältere Stimmungen machten manche Tonarten besonders rein, andere aber fremd oder rau. Tasteninstrumente mussten neu gestimmt werden, oder man nahm ungleiche Intervalle hin. Die gleichstufige Stimmung ist ein Kompromiss: Sie verteilt kleine Abweichungen über die Oktave und ermöglicht Modulation und Zusammenspiel.

Durchgerechnetes Beispiel

Nehmen wir an, A4 hat 440 Hz. Einen Halbton höher erhält man durch 440 × 1,0595, also etwa 466,2 Hz. Zwölf solche Multiplikationen ergeben 440 × 1,0595¹², ungefähr 880 Hz: in diesem System genau eine Oktave über A4.

Typischer Irrtum

Ein verständlicher Irrtum ist, dass „gleich“ gleiche Frequenzabstände für alle Töne bedeute. Gemeint sind gleiche Verhältnisse, nicht gleiche Abstände in Hertz. Der Weg von 220 zu 440 Hz ist eine Oktave, die nächste Oktave reicht von 440 bis 880 Hz.

Wo es vorkommt

Die meisten Klaviere, Gitarren mit festen Bünden, elektronischen Keyboards und digitalen Instrumente verwenden gleichstufige Stimmung oder ahmen sie nach. Eine Band kann die Tonart wechseln, ohne neu zu stimmen. Sänger und Streichinstrumente passen Töne für eine bestimmte Klangfarbe manchmal trotzdem leicht an.

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