Eine Geschichte nacherzählen — Literatur, 4–6 Jahre
Nach dem Hören einer Geschichte kannst du sie mit eigenen Worten nacherzählen und dabei wichtige Ereignisse und Gedanken behalten.
Erzähle sie mit eigenen Worten
Nacherzählen heißt, eine Geschichte nach dem Hören oder Lesen noch einmal zu erzählen. Du musst nicht jeden Satz kopieren. Behalte wichtige Personen, Handlungen und Veränderungen und wähle Wörter, die zu dir passen.
Warum sie nacherzählen?
Wer zuhört, kann nicht jedes Wort im Kopf behalten. Nacherzählen hilft deshalb, die Gestalt der Geschichte zu bewahren. Menschen erzählen sich seit Tausenden von Jahren Geschichten, lange bevor Bücher verbreitet waren. So kann auch jemand anderes sie erleben.
Der verlorene Handschuh
Original: Mia verliert einen Handschuh, ein Hund findet ihn, und Mia folgt den Pfotenabdrücken. Nacherzählung: „Mia hat ihren Handschuh verloren. Ein Hund nahm ihn mit, also folgte sie seinen Spuren und fand ihn.“ Die Wörter ändern sich, die wichtigen Handlungen bleiben.
Jedes Wort behalten wollen
Manche Kinder denken, eine Nacherzählung sei nur richtig, wenn sie genau die Sätze des Buches verwendet. Das ist verständlich, weil die Buchwörter besonders und vertraut klingen. Eine gute Nacherzählung darf aber neue Wörter nutzen und trotzdem das Wichtige bewahren.
Eine Geschichte später teilen
Nacherzählen brauchst du, wenn du jemandem von einem Buch, einem Puppenspiel oder einer Geschichte vor dem Einschlafen erzählst. Du kannst auch eine Familienerinnerung nacherzählen, damit jemand versteht, was passiert ist. Es geht um klare Weitergabe, nicht um perfektes Aufsagen.
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