Portugiesisch Klasse 5: Personen, Gegenstände und Landschaften für einen Zweck beschreiben
Portugiesisch, Klasse 5 (Portugal): Details, Reihenfolge und Wörter einer Beschreibung danach wählen, warum du schreibst und wer liest.
Beschreiben heißt, den Leser sehen zu lassen
Beschreiben heißt, den Leser sehen zu lassen. Man beschreibt Personen (Aussehen und Charakter), Gegenstände (Form, Größe, Farbe, Material, Nutzen) und Landschaften (von der nächsten zur fernsten Ebene, vom Ganzen zum Detail). Was du aufnimmst, hängt von Zweck und Textsorte ab: in einer Fundsuche die Erkennungszeichen; im Porträt, was diese Person einzigartig macht; im Reiseführer, was zum Besuch einlädt; im Tagebuch, was du fühlst. Man nutzt genaue Adjektive, Vergleiche, Verben wie «ser», «estar», «ter», «parecer» und Ortsangaben («à esquerda», «ao fundo»).
Dieselbe Sache, anders beschrieben
Dieselbe Sache wird unterschiedlich beschrieben, weil Leser Unterschiedliches wollen. Beschreibst du alles, findet niemand das Wichtige; wählst du Details beliebig, erfüllt der Text seinen Zweck nicht. Die Frage „Wozu und für wen?“ vor dem Schreiben entscheidet, was hineinkommt und was draußen bleibt. Auch die Reihenfolge hilft: von oben nach unten, von links nach rechts, von nah nach fern.
Ein Rucksack, zwei Beschreibungen
A (Fundsuche): «Perdi uma mochila azul-escura, com um fecho amarelo e um porta-chaves em forma de peixe. Tem uma mancha de tinta no bolso da frente.» B (Tagebuch): «A minha mochila velha parece uma amiga cansada: está desbotada, mas guarda todos os meus segredos.» Schritt 1: A will, dass jemand ihn findet und erkennt; B zeigt, was du fühlst. Schritt 2: A wählt Erkennungsmerkmale in Reihenfolge, ohne Meinung; B wählt einen Vergleich und ein Gefühl.
Vage Wörter zeigen nichts
«O parque é bonito e grande» passt auf jeden Park. «Bonito», «grande», «giro» lassen dem Leser nichts zu sehen. Ersetze sie durch sichtbare Details: «O parque tem um lago com patos e bancos à sombra dos plátanos.» (Der Park hat einen Teich mit Enten und Bänke im Schatten der Platanen.) «Bonito» ist nicht verboten: Der Fehler ist, dabei stehen zu bleiben. Du brauchst keine seltenen Adjektive, sondern sichtbare Details.
Aushänge, Anzeigen, Reiseführer, Tagebücher
Beschreibungen findest du in Fundsuchen, in Online-Verkaufsanzeigen, in Reiseführern und Prospekten, im Porträt einer Figur in einer Geschichte, in einer Bildunterschrift und im Tagebuch. Überall ist die Frage dieselbe: Was muss der Leser wissen oder fühlen?
Teste, was du gelernt hast
Du schreibst eine Fundsuche. Was ist in der Beschreibung am wichtigsten?
- a) Die Erkennungszeichen: Farbe, Größe, Merkmale
- b) Wie sehr du es magst
- c) Die Geschichte, wie du es gekauft hast
Richtige Antwort: a) Die Erkennungszeichen: Farbe, Größe, Merkmale — Ja: Der Zweck ist, dass jemand es erkennt, also kommen die Erkennungsmerkmale zuerst.
Du brauchst ein Plakat für einen verlorenen Hund. Welche Beschreibung passt am besten?
- a) «O Bolinhas é o meu melhor amigo: quente como uma fogueira e sempre a rir.»
- b) «Labrador castanho, coleira verde, mancha branca no peito.»
- c) «Um cão muito giro e simpático.»
Richtige Antwort: b) «Labrador castanho, coleira verde, mancha branca no peito.» — Ja: Rasse, Farbe, Halsband und ein Fleck sind Details, die man auf der Straße prüfen kann.
Warum ist «O parque é bonito e grande.» eine schwache Beschreibung?
- a) Weil «bonito» ein verbotenes Wort ist
- b) Weil sie keinen Vergleich enthält
- c) Weil die Wörter vage sind und auf jeden Park passen: Sie lassen diesen nicht sehen
Richtige Antwort: c) Weil die Wörter vage sind und auf jeden Park passen: Sie lassen diesen nicht sehen — Ja: Details wie ein Teich, Enten oder Bäume machen den Park sichtbar.
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