Redewendungen haben eine gemeinsame Bedeutung — Sprache, 11–13 Jahre
Manche Ausdrücke versteht man nicht, wenn man jedes Wort einzeln nimmt. Ihre Bedeutung entsteht durch den gemeinsamen Gebrauch der ganzen Wendung.
Die ganze Wendung trägt die Bedeutung
Eine Redewendung ist eine bekannte Wortgruppe, deren Bedeutung nicht wörtlich aus den Einzelwörtern entsteht. Wenn jemand sagt „Das ist ein Kinderspiel“, meint er meist, dass etwas leicht ist, nicht ein Spiel für Kinder. Die gemeinsame Bedeutung macht die Wendung verständlich.
Warum Sprachen Abkürzungen bewahren
Bildhafte Wendungen werden wiederholt, weil sie eine ganze Situation schnell vermitteln. „Das Eis brechen“ kann bedeuten, ein freundliches Gespräch zu beginnen. Das Problem: Diese Abkürzung gehört zu einer bestimmten Sprache und Kultur, deshalb kann eine wörtliche Übersetzung verwirren.
Zuerst die Situation lesen
Nimm den Satz: „Nach dem peinlichen Schweigen erzählte Maya einen Witz, um das Eis zu brechen.“ Erstens: Es gibt kein echtes Eis. Zweitens: Die Menschen sind still und fühlen sich unwohl. Drittens: Die Wendung bedeutet, dass Maya das Gespräch leichter machen wollte.
Halte nicht am Bild fest
Eine wörtliche Deutung ist ein verständlicher erster Versuch, denn Wörter bedeuten meist das, was sie sagen. Wer „Hals- und Beinbruch“ hört, könnte an Verletzungen denken, obwohl damit Glück gewünscht wird. Prüfe die Situation: Redewendungen können regional oder ungewohnt sein.
Menschen und Medien verstehen
Redewendungen findest du in Romanen, Filmen, Spielen, Liedern, Sportgesprächen und Nachrichten. Wer sie erkennt, versteht die Stimmung einer Figur oder die Absicht eines Freundes besser. Für Menschen mit einer anderen Sprache sind klare Wörter oft sicherer.
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