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Portugiesisch Klasse 3: Eine Geschichte verstehen und darauf reagieren

Portugiesisch, Klasse 3 (Portugal): Fragen, wer, wo, wann und was geschah; erkennen, was nicht dasteht; dann sagen, was du gefühlt und gedacht hast, mit einem Grund aus dem Text.

Fünf Fragen und eine Reaktion

Um eine Geschichte zu verstehen, die du gehört oder gelesen hast, frag: Wer kommt vor? Wo spielt sie? Wann? Was geschieht? Wie endet sie? Manchmal sagt der Text nicht alles, dann erschließt du den Rest aus Hinweisen: Warum hat jemand das getan? Danach kommt deine Reaktion. Du kannst sagen, was du gefühlt hast («Fiquei aflito», „Ich war besorgt“), was du denkst («Acho que…», „Ich glaube, dass …“) und was du tun würdest. Andere denken vielleicht anders, und das ist in Ordnung.

Geschichten sprechen zu dem, was du fühlst

Geschichten werden geschrieben, damit man sie versteht, aber auch, damit man sie fühlt. Wenn du sagst, was eine Geschichte in dir ausgelöst hat und warum, zeigst du, dass du sie verstanden hast, und lernst dich und andere besser kennen. Andere Leser bemerken vielleicht, was dir entgangen ist. Zu vergleichen, was jeder gedacht hat, gehört zum Schönsten am gemeinsamen Lesen. Und wenn du sagen kannst, warum eine Figur etwas getan hat, verstehst du Menschen besser.

Inês und der Hund Bolota

Text (eine kurze, als Beispiel erfundene Geschichte): «A Inês tinha um cão chamado Bolota. Um dia, o Bolota fugiu do jardim. A Inês procurou-o pelo bairro todo e encontrou-o a dormir debaixo de um banco. Abraçou-o e levou-o para casa.» (Inês hatte einen Hund namens Bolota. Eines Tages lief er aus dem Garten weg. Sie suchte ihn im ganzen Viertel und fand ihn schlafend unter einer Bank. Sie umarmte ihn und nahm ihn mit nach Hause.) Wer: Inês und Bolota. Wo: Garten, Viertel. Was: Er lief weg, sie suchte und fand ihn. Warum die Umarmung? Sie hat überall gesucht, also war sie froh. Reaktion: «Gostei da Inês, porque não desistiu.» („Mir gefiel Inês, weil sie nicht aufgegeben hat.“)

Nur «gefallen» oder nur eine richtige Antwort

Zwei Fehler sind häufig. Der erste: nur «Gostei» („Es hat mir gefallen“) oder «Não gostei» („Es hat mir nicht gefallen“) sagen, ohne Grund: Der Grund zeigt, was dir aufgefallen ist. Der zweite: glauben, es gebe nur eine richtige Antwort. Zur selben Geschichte kann ein Freund sagen, Inês hätte ihre Mutter um Hilfe bitten sollen, und ein anderer, dass sie recht hatte, allein zu suchen. Beide können recht haben, wenn jeder sagt, warum, und auf etwas in der Geschichte zeigt. Was du nicht darfst: Tatsachen erfinden, die nicht im Text stehen.

Wo du auf Geschichten reagierst

Das tust du, wenn du mit Freunden über einen Film sprichst, deiner Familie von einem Schulbuch erzählst oder in ein Lesetagebuch «Gostei de… porque…» („Mir gefiel … weil …“) schreibst. Du kannst es auch nach einem Märchen tun, das dir ein Großelternteil erzählt hat: Was hast du gefühlt, und was hättest du getan? Einen Grund zu nennen hilft überall, wo du erklären musst, was du denkst, und macht, dass andere dir gern zuhören.

Teste, was du gelernt hast

  1. Welche Fragen helfen dir, eine Geschichte zu verstehen?

    • a) Wer? Wo? Wann? Was geschieht? Wie endet es?
    • b) Nur: Wer hat sie geschrieben und in welchem Jahr?
    • c) Nur: Hat es mir gefallen oder nicht?

    Richtige Antwort: a) Wer? Wo? Wann? Was geschieht? Wie endet es? — Ja: Diese Fragen führen dich durch Figuren, Ort, Zeit und Ereignisse.

  2. In der Geschichte von Inês und Bolota (Inês suchte im ganzen Viertel, fand ihn schlafend unter einer Bank und umarmte ihn): Warum umarmte sie den Hund?

    • a) Weil sie wütend war und ihn bestrafen wollte
    • b) Weil Bolota unter einer Bank schlief
    • c) Weil sie froh war, ihn gefunden zu haben

    Richtige Antwort: c) Weil sie froh war, ihn gefunden zu haben — Ja: Sie hat überall gesucht, also machte es sie froh, ihn zu finden. Der Hinweis steht in dem, was sie tat.

  3. Zwei Freunde lesen die Geschichte. Einer sagt: «Acho que a Inês devia ter chamado a mãe.» (Ich glaube, Inês hätte ihre Mutter rufen sollen.) Der andere sagt: «Acho que fez bem em procurar sozinha.» (Ich glaube, sie hatte recht, allein zu suchen.) Wer hat recht?

    • a) Nur der erste, weil um Hilfe zu bitten immer besser ist
    • b) Beide können recht haben, wenn jeder sagt, warum, und auf etwas in der Geschichte zeigt
    • c) Keiner: Es zählt nur, was dasteht, und der Text erwähnt die Mutter nicht

    Richtige Antwort: b) Beide können recht haben, wenn jeder sagt, warum, und auf etwas in der Geschichte zeigt — Ja: Es sind Standpunkte. Gut werden sie durch den Grund, der sich auf den Text stützt.

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