Höhenlinien — Geografie, 7–10
Höhenlinien zeigen uns auf einer flachen Karte, welche Teile des Geländes höher oder tiefer liegen.
Was Höhenlinien zeigen
Eine Höhenlinie verbindet Orte, die gleich hoch über dem Meeresspiegel liegen. Auf einer Karte ist jede Linie wie eine Stufe einer unsichtbaren Treppe: Beim Überqueren steigt oder fällt das Gelände um einen festen Betrag. Liegen die Linien dicht beieinander, ist der Hang steil; liegen sie weit auseinander, ist er sanfter.
Warum verwendet man Höhenlinien?
Ein Foto kann einen Hügel zeigen, sagt aber nicht genau, wie hoch er ist oder wie schwer der Aufstieg wäre. Eine flache Karte kann außerdem nicht alle Hänge von der Seite zeichnen. Höhenlinien lösen dieses Problem: Sie machen aus Höhe ein Muster, das Wandernde, Bauleute und Rettungsteams von oben lesen können.
Einen Hügel lesen
Auf einer Karte beträgt der Abstand zwischen den Höhenlinien 20 Meter. Am Fuß eines Hügels steht 100 m, danach folgen 120 m, 140 m und 160 m. Ein Haus an der 140-m-Linie liegt 40 m höher als der Fuß. Sind die Linien auf einer Seite eng beieinander, ist dieser Weg der steilere.
Die häufige Verwechslung
Man könnte leicht denken, dass mehr Höhenlinien immer einen höheren Hügel bedeuten. Das stimmt nicht: Ihre Anzahl hängt von der Größe des dargestellten Gebiets und vom Höhenabstand ab. Ein kleiner, steiler Hügel kann viele Linien haben, ein breiter, sanfter Hügel weniger. Entscheidend sind die Zahlen, nicht nur die Anzahl der Linien.
Eine echte Strecke planen
Wandernde nutzen Höhenlinien, um eine nicht zu steile Strecke auszuwählen. Ingenieurinnen und Ingenieure verwenden sie beim Planen von Straßen, Brücken oder Gebäuden, weil Wasser bergab fließt und Fundamente geeigneten Boden brauchen. Eine Karte hilft also nicht nur bei der Richtung, sondern auch bei der Wahl des sichereren und leichteren Weges.
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