Indirekte Rede: weitergeben, was jemand gesagt hat — 11–13
Mit der indirekten Rede kannst du die Worte einer anderen Person weitergeben, ohne jeden Satz genau zu zitieren.
Die Botschaft bleibt, der Blickwinkel ändert sich
Die direkte Rede gibt die genauen Worte wieder: „Maya sagte: ‚Ich bin müde.‘“ Die indirekte Rede gibt die Botschaft aus deiner Sicht wieder: „Maya sagte, dass sie müde sei.“ Die Idee stammt weiterhin von Maya, aber „ich“ wird zu „sie“, weil du sie erzählst.
Warum wir Gesagtes weitergeben
Oft musst du Informationen weitergeben, wenn die ursprüngliche Person nicht dabei ist: den Plan eines Freundes, eine Anweisung der Lehrkraft oder eine Nachricht des Teams. Alles genau zu zitieren ist langsam und kann ungeschickt klingen. Die indirekte Rede bewahrt die wichtige Bedeutung und passt sie in ein neues Gespräch ein.
Eine Nachricht sorgfältig umformen
Die direkte Nachricht lautet: „Leo sagte: ‚Ich treffe dich morgen hier.‘“ Schritt 1: „ich“ wird zu „er“, weil du über Leo sprichst. Schritt 2: „dich“ wird zu „mich“, wenn Leo mit mir gesprochen hat. Schritt 3: „hier“ und „morgen“ können zu „dort“ und „am nächsten Tag“ werden.
Jedes Wort automatisch verändern
Es ist verlockend, jedes Verb eine Zeitstufe zurückzusetzen: „Sie sagte, dass sie gestern müde war“ kann zu „Sie sagte, dass sie am Vortag müde gewesen war“ werden. Doch dadurch kann sich die Bedeutung ändern. Prüfe zuerst den Zeitpunkt und die Aussage, statt automatisch alles zu verändern.
Nachrichten, Neuigkeiten und Gruppenpläne
Du verwendest die indirekte Rede, wenn du einem Freund erzählst, was jemand geschrieben hat, eine gehörte Regel erklärst oder eine Nachricht zusammenfasst. „Sam sagte, dass das Spiel um sechs beginnt“ geht schneller, als Sams ganze Nachricht zu wiederholen. Außerdem wird klar, woher die Information stammt, und ein Gerücht lässt sich von einer Tatsache trennen.
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