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Der grammatische Kasus — Fremdsprachen, 14–17 Jahre

Manche Sprachen zeigen die Aufgabe eines Nomens im Satz durch seine Form. Kleine Veränderungen können angeben, wer handelt, wer eine Handlung erhält und wer mit etwas verbunden ist.

Ein Nomen zeigt seine Rolle

In einer Sprache mit Kasus kann sich die Endung oder der Artikel eines Nomens nach seiner Aufgabe ändern. Eine Form bezeichnet den Handelnden, eine andere den Empfänger und eine weitere den Besitz. Die Endung wirkt wie ein kleines Etikett und erlaubt manchmal freiere Wortstellung.

Warum die Rolle markieren?

Der Kasus löst ein Problem, das bei mehreren Nomen entsteht: Wer hat wem was getan? Wenn Endungen und Artikel die Aufgaben zeigen, muss man sich nicht nur auf die Stellung verlassen. Sprachen haben dafür verschiedene Systeme, die man als Ganzes verstehen sollte.

Rollen im Deutschen lesen

Sieh dir das Deutsche an: „Der Hund sieht den Mann.“ Erstens steht „der Hund“ im Nominativ und handelt also. Zweitens steht „den Mann“ im Akkusativ und empfängt die Handlung. In „Den Hund sieht der Mann“ zeigen die Formen: Jetzt sieht der Mann den Hund.

Nur auf die Wortstellung achten

Ein verständlicher Fehler ist die Annahme, dass das erste Nomen immer handelt, wie es im Englischen oder Portugiesischen oft stimmt. Diese Abkürzung funktioniert häufig genug, um sicher zu wirken. In einer Kasussprache kann aber Artikel oder Endung entscheidend sein.

Bedeutung im Alltag verfolgen

Kasus ist wichtig beim Lesen von Schildern, Speisekarten, Untertiteln oder Nachrichten auf Deutsch, Polnisch oder Russisch. Er hilft, Rollen in langen Sätzen zu erkennen, auch wenn Wörter zur Betonung verschoben werden. Außerdem erklärt er, warum ein bekanntes Nomen nach einer Präposition anders aussieht.

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