Warum das Meer salzig ist — Geowissenschaften, 11–13 Jahre
Gesteine geben gelöste Mineralien ab, Flüsse tragen sie ins Meer, und bei der Verdunstung bleibt ein großer Teil des Salzes zurück.
Was Salzgehalt bedeutet
Der Salzgehalt gibt an, wie viel gelöstes Salz im Wasser steckt. Meerwasser enthält im Durchschnitt etwa 35 Gramm gelöste Salze pro Kilogramm Meerwasser, also ungefähr 3,5 Prozent der Masse. Es ist nicht nur Kochsalz: Auch Magnesium, Kalzium, Kalium und andere Stoffe sind darin gelöst.
Woher das Salz kommt
Regenwasser nimmt beim Durchsickern durch Boden und Gestein kleine Mengen Mineralien auf. Bäche und Flüsse tragen diese gelösten Teilchen zum Meer. Dort verdunstet Wasser, während die Mineralien zurückbleiben, sodass sich Salz über sehr lange Zeit ansammeln kann; Reaktionen am Meeresboden und Lebewesen entfernen jedoch ebenfalls einen Teil.
Verdunstung mit Zahlen
Beginne mit 1 Kilogramm Meerwasser, das etwa 35 Gramm gelöste Salze und 965 Gramm Wasser enthält. Verdunstet das Wasser vollständig, bleiben die 35 Gramm Salz in der Schale zurück. Es kann Kristalle bilden, ist aber nicht verschwunden; es ist nur nicht mehr in flüssigem Wasser verteilt.
Die häufige Verwechslung
Es ist nachvollziehbar zu denken, überall im Ozean sei der Salzgehalt genau gleich, weil Wellen das Wasser mischen. Tatsächlich verändern Verdunstung, Regen, Flusswasser, schmelzendes Eis und gefrierendes Eis die örtlichen Werte. Strömungen mischen diese Unterschiede, beseitigen sie aber nicht überall und sofort.
Wo es vorkommt
Der Salzgehalt hilft Forschenden, die Dichte des Ozeans zu verstehen, denn salzigeres Wasser ist meist dichter als Süßwasser. Zusammen mit der Temperatur treibt die Dichte manche tiefen Meeresbewegungen an und beeinflusst, welche Lebewesen dort leben können. Entsalzungsanlagen entfernen Salz aus Meerwasser, um Süßwasser zu gewinnen, brauchen dafür aber Energie.
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