Das Magnetfeld der Erde — Geowissenschaften, 11–13 Jahre
Die Erde wirkt wie ein riesiger Magnet. Ihr Feld richtet Kompasse aus und hilft, das Leben vor Teilchen der Sonne zu schützen.
Was das Feld ist
Tief im Inneren der Erde erzeugt bewegtes flüssiges Metall ein unsichtbares Magnetfeld um den Planeten. Es hat einen magnetischen Nord- und Südpol, deshalb richtet sich eine Kompassnadel daran aus. Das Feld lenkt auch viele geladene Teilchen der Sonne ab.
Warum es wichtig ist
Früher musste man eine Richtung finden, wenn Wege, Orientierungspunkte und Wolken keine sicheren Hinweise gaben. Eine magnetisierte Nadel löste dieses Problem, weil sie auf das Erdmagnetfeld reagiert. Heute begrenzt derselbe unsichtbare Schutz auch die Wirkung von Sonnenteilchen auf Satelliten und Funkverbindungen.
Ein Kompasstest
Lege einen Kompass flach auf einen Tisch, weit weg von Lautsprechern, Handys und Metall. Warte, bis die Nadel stillsteht, und drehe dann das Gehäuse, bis seine Nordmarke zum Nordende der Nadel passt. Gehe zehn Meter und wiederhole es: Die Richtung bleibt fast gleich, weil das Feld an beiden Orten wirkt.
Die häufige Verwechslung
Man sagt leicht, ein Kompass zeige genau zum geografischen Norden, weil sein Ende mit N beschriftet ist und Karten Norden oben zeigen. Tatsächlich folgt er dem magnetischen Norden, der nicht genau am selben Ort liegt und sich langsam verschiebt. Eisen in der Nähe oder ein Elektrogerät kann die Nadel zusätzlich ablenken.
Wo es vorkommt
Kompasse helfen Wanderern, Seeleuten und Flugzeugsystemen, die Richtung zu verfolgen, obwohl moderne Navigation auch Satelliten und Karten nutzt. Nahe den Polen können vom Feld gelenkte Sonnenteilchen Polarlichter erzeugen: Vorhänge aus grünem, rotem oder violettem Licht. Forschende untersuchen sie, um das Weltraumwetter zu verstehen.
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