Luftdruck und Höhe — Geowissenschaften, 11–13 Jahre
Luft hat Gewicht. Je höher man steigt, desto weniger Luft liegt über einem und desto niedriger wird der Druck.
Was Luftdruck ist
Luft wirkt leicht, aber die Atmosphäre ist eine riesige Gassäule, die in alle Richtungen drückt. Auf Meereshöhe ist der Druck stärker, weil über jedem Quadratmeter eine längere Säule liegt. Druck ist dieses Drücken auf eine Fläche, nicht einfach die Luftmenge eines Atemzugs.
Warum es die Höhe erklärt
Man musste verstehen, warum in den Bergen die Ohren knacken und Bergsteiger manchmal zusätzlichen Sauerstoff brauchen. Der Luftdruck verbindet beide Effekte: Er drückt Luft weniger stark in den Körper, und jeder Atemzug enthält weniger Sauerstoffmoleküle. Messungen ermöglichen außerdem Ortsvergleiche und Wettervorhersagen.
Ein einfaches Druckmodell
Fülle ein Glas mit Wasser, lege eine Karte auf die Öffnung, halte sie fest, drehe das Glas um und lasse die Karte vorsichtig los. Das Wasser zieht durch sein Gewicht nach unten, aber der Luftdruck drückt die Karte von unten nach oben. Deckt sie den Rand dicht ab, kann dieser Druck das Wasser kurz halten. Ein Spalt lässt Luft hinein und beendet den Effekt.
Die häufige Verwechslung
Es ist nachvollziehbar zu denken, in großer Höhe gebe es keine Luft, weil das Atmen schwerer wird. Luft ist vorhanden, aber sie ist dünner: Der Druck ist geringer und jeder Liter enthält weniger Sauerstoffmoleküle. Auch Temperatur und Wetter verändern den Druck, daher ist die Höhe nicht die einzige Ursache eines Barometerwerts.
Wo es vorkommt
Barometer messen den Luftdruck, und Wetterstationen beobachten seine Veränderungen. Fallender Druck begleitet oft unbeständiges Wetter, steigender Druck dagegen häufig stabilere Bedingungen, auch wenn dies keine perfekte Vorhersage ist. Flugzeuge, Wanderer und Ärzte berücksichtigen den Druck ebenfalls in großer Höhe.
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