Die beweglichen Platten der Erde — Geowissenschaften, 7–10 Jahre
Die feste Oberfläche der Erde ist in riesige Stücke geteilt, die sich sehr langsam bewegen. Ihre Bewegung erklärt, warum sich Kontinente verschieben und warum es an manchen Orten viele Erdbeben oder Vulkane gibt.
Was sind tektonische Platten?
Stell dir die äußere Schale der Erde wie eine riesige, rissige Eierschale vor, nur sind ihre Stücke viel größer als jedes Land. Diese Stücke heißen tektonische Platten und gleiten langsam auseinander, aufeinander zu oder aneinander vorbei. Sie bewegen sich nur wenige Zentimeter im Jahr, etwa so schnell wie Fingernägel wachsen.
Warum brauchen wir diese Idee?
Menschen bemerkten, dass die Ränder der Kontinente zusammenzupassen schienen, wussten aber nicht, wie Kontinente wandern konnten. Die Plattentheorie löste dieses Rätsel: Kontinente fahren auf Platten mit, wie Aufkleber auf sehr langsam bewegten Brettern. Sie verbindet außerdem viele Erdbeben, Vulkane, Gebirge und Meeresböden zu einem Muster.
Die Reise einer Platte
Nehmen wir an, zwei Platten entfernen sich jedes Jahr um 3 Zentimeter. Nach 10 Jahren ist die Lücke 3 × 10 = 30 Zentimeter größer, nach 100 Jahren 3 Meter. In einem Menschenleben ist das wenig, aber in 10 Millionen Jahren wären es 300 Kilometer – genug, um einen Ozean stark zu verändern.
Die häufige Verwechslung
Es ist verständlich zu denken, Kontinente würden wie Boote durch den festen Meeresboden fahren. Das tun sie nicht. Kontinente sind an Platten befestigt, und zu diesen Platten gehören auch Gesteine des Meeresbodens; deshalb bewegt sich das ganze feste Stück zusammen.
Warum das außerhalb der Schule wichtig ist
Forschende kartieren die Grenzen der Platten, um zu erkennen, wo Erdbeben und Vulkane wahrscheinlicher sind. Ingenieurinnen, Ingenieure und Rettungsdienste nutzen diese Karten für Gebäude, Straßen und Warnpläne. Die Karten nennen nicht den genauen Tag eines Erdbebens, zeigen aber, wo bessere Vorbereitung nötig ist.
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