Entscheidungen und Zielkonflikte — Design, 7–10 Jahre
Ein Entwurf kann normalerweise nicht in allem am besten sein. Designer vergleichen Ziele und akzeptieren einen sinnvollen Kompromiss, wenn eine Verbesserung etwas anderes erschwert.
Nicht jedes Ziel passt
Ein Designer möchte vielleicht etwas Leichtes, Starkes, Billiges, Großes und Buntes zugleich. Meist hilft eine Entscheidung bei einem Ziel, macht ein anderes aber schwieriger. Ein Zielkonflikt bedeutet, die wichtigste Balance zu wählen.
Warum Entscheidungen verglichen werden
Echte Gegenstände haben Grenzen: Zeit, Geld, Platz, Gewicht und verfügbare Materialien. Designer berücksichtigen sie, damit Menschen Gegenstände wirklich herstellen, tragen oder kaufen können. Vergleichen verhindert, dass ein auffälliges Merkmal ein großes Problem verdeckt.
Eine Brotdose auswählen
Stell dir zwei Brotdosen vor. Dose A wiegt 200 g und fasst 500 ml; Dose B wiegt 350 g und fasst 800 ml. Ist eine leichte Tasche am wichtigsten, wähle A. Soll mehr Essen hineinpassen, wähle B. Das Ziel entscheidet.
Die auffälligste Wahl ist nicht die beste
Eine glänzende Farbe, zusätzliche Knöpfe oder eine größere Größe können einen Entwurf spannend wirken lassen. Es ist verständlich, dies zuerst zu bemerken, weil man es leicht sieht. Trotzdem muss der Gegenstand funktionieren, Grenzen einhalten und sicher sein.
Entscheidungen im echten Design
Ein Fahrraddesigner gleicht geringes Gewicht, Stabilität, Bequemlichkeit und Preis aus. Ein Schuhdesigner verbindet Halt, Beweglichkeit, Schutz und Aussehen. Wer vor dem Kauf fragt, welches Merkmal am wichtigsten ist, denkt wie ein Designer.
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