Stichproben unterscheiden sich zufällig — Daten, 11–13 Jahre
Zwei faire Stichproben aus derselben Gruppe können verschiedene Ergebnisse liefern, obwohl niemand einen Fehler gemacht hat.
Eine Stichprobe ist eine Momentaufnahme
Eine Stichprobe ist nur ein Teil einer größeren Gruppe und kann deshalb nicht jedes Detail genau zeigen. Wählst du zweimal zehn Schülerinnen und Schüler aus derselben Jahrgangsstufe, können ihre Lesegewohnheiten zufällig verschieden sein. Beide Ergebnisse können ehrlich sein, aber keines ist die genaue Antwort für alle.
Warum Ergebnisse schwanken
Menschen in einer Gruppe sind nicht gleich. Eine kleine Stichprobe kann zufällig mehr begeisterte Leser, größere Pflanzen oder Regentage enthalten als eine andere. Wer diese natürliche Streuung versteht, hält einen kleinen Unterschied nicht sofort für einen Beleg, dass sich die ganze Gruppe verändert hat.
Zweimal Süßigkeiten ziehen
In einer Tüte liegen 50 Süßigkeiten, davon 20 mit Zitronengeschmack; der echte Anteil beträgt also 40 %. Ziehst du blind 5 Stück, können 3 oder nur 1 Zitrone dabei sein. Die Stichproben ergeben dann 60 % und 20 %, obwohl sich die Tüte nicht verändert hat. Bei 20 Stück ist die Schätzung meist stabiler, weil der Zufall weniger wirkt.
Eine Stichprobe muss richtig sein
Man denkt leicht, eine sorgfältig ausgewählte Stichprobe müsse genau das Ergebnis der ganzen Gruppe liefern. Das ist verständlich, weil eine gute Auswahl Verzerrungen verringert. Trotzdem entscheidet der Zufall noch immer, wer dabei ist, besonders bei kleinen Stichproben. Ein Ergebnis kann nützlich sein, ohne genau zu sein, und sollte als Schätzung gelten.
Wo das hilft
Umfrageforschende, Ökologen und Qualitätsprüfer untersuchen oft eine Stichprobe statt jede Person, jedes Tier oder jedes Produkt. Bei wichtigen Entscheidungen wiederholen oder vergrößern sie die Stichprobe. Siehst du ein Umfrageergebnis, hilft die Frage nach der Zahl der Befragten, den möglichen Zufallseinfluss einzuschätzen.
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