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Messungen sind unsicher — Daten, 11–13 Jahre

Eine Messung ist eine Schätzung mit einem Messgerät, kein perfektes Abbild der Wirklichkeit. Skala, Gegenstand und messende Person begrenzen, wie genau das Ergebnis sein kann.

Eine Messung ist eine Schätzung

Beim Messen von Länge, Zeit oder Temperatur hängt das Ergebnis vom Gerät und vom Ablesen ab. Ein Lineal mit Millimeterstrichen zeigt mehr Einzelheiten als eines mit nur Zentimeterstrichen, aber keines liefert unendlich viele Stellen. Das Ergebnis sollte nur so genau sein, wie das Gerät es erlaubt.

Warum die Grenzen notieren?

Das Problem ist, dass zwei sorgfältige Menschen denselben Gegenstand messen und leicht verschiedene Ergebnisse erhalten können. Messwerte werden gerundet, und Geräte sind nie unendlich fein. Die wahrscheinliche Unsicherheit verhindert, dass ein kleiner Unterschied für wichtig gehalten wird.

Einen Bleistift messen

Ein Lineal mit Millimeterstrichen zeigt, dass ein Bleistift zwischen 12,3 cm und 12,4 cm endet. Du schätzt 12,35 cm oder rundest auf 12,4 cm, wenn eine Dezimalstelle verlangt wird. 12,350000 cm wären nicht sinnvoll, weil das Lineal nicht so genau gemessen hat.

Mehr Stellen bedeuten nicht mehr Wahrheit

Es ist verlockend, viele Dezimalstellen aus dem Taschenrechner zu übernehmen und das Ergebnis genau zu nennen. Doch der Rechner verarbeitet nur die eingegebenen Informationen; fehlende Messdetails kann er nicht hinzufügen. Zusätzliche Stellen können eine Schätzung sicherer aussehen lassen, als sie ist.

Bauen, Kochen und Wetter

Beim Zuschneiden von Holz berücksichtigt ein Bauarbeiter die Messgrenzen, und beim Kochen nutzt man eine passende Waage für Mehl oder Flüssigkeit. Auch Wetterberichte runden Temperaturen, denn 18,347 °C würde mehr Sicherheit vortäuschen, als Geräte und wechselnde Luft erlauben. Gute Daten zeigen ihre Genauigkeit ehrlich.

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