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Lateinische Aussprache: c, g und v — Alte Sprachen, 11–13

Einige lateinische Buchstaben klingen nicht genau wie im Deutschen. Wer die klassischen Laute von c, g und v kennt, kann kurze lateinische Texte viel leichter laut lesen.

Die klassischen Laute

Im klassischen Latein klingt c immer wie k, und g ist immer hart, wie in gut. Der Buchstabe v wurde ungefähr wie das englische w gesprochen, daher begann veni etwa wie „weni“. Das sind Lesehilfen, keine zusätzlichen Buchstaben zum Auswendiglernen.

Warum lernt man das?

Die lateinische Schreibweise verbirgt oft einen Laut, den moderne Sprachen später verändert haben. Wenn jedes c vor e oder i wie s gesprochen wird, klingt etwa Cicero anders als in der Antike. Eine gemeinsame Aussprache half außerdem, Inschriften und Gedichte im ganzen Römischen Reich laut zu lesen.

Drei Wörter lesen

Nimm den Satz Gallia est provincia. Sprich zuerst beide g in Gallia hart. Dann klingt das c in provincia wie k, nicht wie s. Zum Schluss sprich v in provincia ungefähr wie w: „Gallia est prowinkia“. Wichtig sind vor allem diese drei Lautentscheidungen.

Der naheliegende moderne Laut

Man kann Cicero mit weichem c sprechen, weil das in vielen modernen Sprachen üblich ist. Das ist eine verständliche Vermutung: Englisch, Französisch, Italienisch und andere Sprachen entwickelten eigene lateinische Aussprachen. Klassisch beginnt das Wort mit „Kikero“, mit hartem c.

Echtes Latein lesen

Diese Laute helfen beim lauten Lesen einer römischen Inschrift, eines kurzen Zitats oder eines Wahlspruchs. Sie zeigen auch, warum eine rekonstruierte antike Aussprache von kirchlichen oder schulischen Traditionen abweicht. Die Regel gilt für klassisches Latein, nicht automatisch für jede spätere Lateinform.

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