Kristallisation — Chemie, 11–13 Jahre
Wie ein gelöster Stoff einen festen Körper mit regelmäßiger Kristallform bilden kann. Chemie, 11–13 Jahre.
Kristalle bilden
Wenn eine Lösung nicht mehr den ganzen gelösten Stoff aufnehmen kann, verlassen einige Teilchen die Flüssigkeit und ordnen sich zu einem festen Kristall. Langsames Abkühlen oder Verdunsten gibt ihnen Zeit, sich regelmäßig auszurichten.
Warum kristallisieren
Ein gelöster Feststoff lässt sich nicht mit einem normalen Filter auffangen, weil seine winzigen Teilchen mit der Flüssigkeit hindurchgehen. Beim Kristallisieren entstehen größere, getrennte Kristalle; viele Verunreinigungen können dabei in der Flüssigkeit bleiben.
Kristalle aus Salzwasser
Bei etwa 20 °C lösen sich ungefähr 36 g Kochsalz in 100 g Wasser. Bleibt die Lösung in einer flachen Schale stehen, verdunstet Wasser; ist etwa die Hälfte verschwunden, können nur noch ungefähr 18 g Salz gelöst bleiben, der Rest bildet Kristalle. Langsames Verdunsten ergibt sauberere Kristalle.
Warum zu schnelles Kristallisieren schaden kann
Es liegt nahe, das ganze Wasser schnell wegzukochen, weil die Aufgabe dann früher fertig scheint. Schnelles Verdunsten kann Verunreinigungen einschließen, viele winzige Kristalle bilden oder Spritzer verursachen; langsames Abkühlen oder Verdunsten ist regelmäßiger und sicherer.
Kristalle in der Welt
Salz wird gewonnen, indem Meerwasser in flachen Becken verdunstet und die Salzkristalle gesammelt werden. Auch Zucker wird durch Kristallisation gereinigt. In Laboren gewinnt man damit feste Chemikalien aus Lösungen, ohne die ganze Flüssigkeit mitzunehmen.
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