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Destillation — Chemie, 14–17

Flüssigkeiten durch ihre unterschiedlichen Siedepunkte trennen. Chemie, 14–17 Jahre.

Sieden und wieder kondensieren

Bei der Destillation verdampft eine Komponente, und ihr Dampf wird anschließend wieder zu Flüssigkeit. Die Flüssigkeit mit dem niedrigeren Siedepunkt gelangt meist zuerst in den Dampf, deshalb ist die aufgefangene Flüssigkeit an ihr reicher.

Das Problem gemischter Flüssigkeiten

Filtern funktioniert, wenn ein Feststoff an einer Barriere hängen bleibt, doch gelöste Flüssigkeiten laufen hindurch. Destillation löst ein anderes Problem: Sie nutzt die verschiedenen Siedepunkte von Flüssigkeiten und hilft besonders, aus Gemischen reineres Wasser, Alkohol und Treibstoffe zu gewinnen.

Ethanol und Wasser trennen

Ethanol siedet bei etwa 78 °C, Wasser bei 100 °C. Erhitze das Gemisch vorsichtig: Es entsteht ein ethanolreicherer Dampf, der durch den kühleren Kühler läuft und wieder flüssig wird. Das Destillat enthält mehr Ethanol, ist nach einem Durchgang aber nicht völlig rein.

Kein magischer Filter

Du könntest annehmen, dass nur die Flüssigkeit mit dem niedrigeren Siedepunkt herauskommt, weil sie zuerst verdampft. In einem echten Gemisch tragen beide Flüssigkeiten zum Dampf bei, besonders bei ähnlichen Siedepunkten; Destillation reichert daher meist eine Komponente an, statt sie in einem Schritt völlig zu trennen.

Von Meerwasser zu Medikamenten

Entsalzungsanlagen können Meerwasser destillieren und gelöste Salze zurücklassen, doch das Erhitzen braucht viel Energie. Raffinerien destillieren Rohöl in Fraktionen, und Labore reinigen Lösungsmittel damit; entscheidend ist das Siedeverhalten, nicht ob ein Stoff „schmutzig“ ist.

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