Warum geschnittenes Obst braun wird — Chemie, 4–6 Jahre
Ein geschnittener Apfel wird nicht sofort schmutzig. Die Luft beginnt auf seiner frischen Oberfläche eine langsame chemische Veränderung.
Die Luft verändert die Schnittfläche
Wenn man einen Apfel oder eine Banane schneidet, kommt Luft an vorher verborgene Stellen. Stoffe in der Frucht reagieren mit Sauerstoff, und langsam entsteht eine braune Farbe; das ist keine Verschmutzung, sondern eine chemische Veränderung.
Warum passiert das?
Eine ganze Frucht hält ihre inneren Stoffe von einem großen Teil der Luft fern. Durch das Schneiden wird dieser Schutz unterbrochen und eine farbverändernde Reaktion beginnt; So kann ein Lebensmittel anders aussehen und trotzdem unbedenklich sein.
Ein Apfel in drei Schritten
Schneide zuerst einen Apfel in zwei gleich große Stücke. Lass ein Stück auf einem Teller liegen und bestreiche das andere mit Zitronensaft. Nach etwa 20 Minuten ist das unbedeckte Stück meist brauner, weil der Saft die Reaktion mit der Luft verlangsamt hat.
Braun bedeutet nicht immer verdorben
Es ist verständlich zu denken, braunes Obst sei schmutzig oder verdorben, denn auch Schimmel und Zersetzung verändern Lebensmittel. Wird es aber kurz nach dem Schneiden braun, ist das oft nur eine Reaktion mit der Luft; Geruch, Festigkeit und Schimmel geben bessere Hinweise.
In der Brotdose
Manchmal gibt man Zitronensaft auf geschnittene Äpfel oder bewahrt geschnittenes Obst zugedeckt auf. So kommt weniger Luft daran und das Obst bleibt länger hell; die Veränderung wird nur verlangsamt und nicht für immer verhindert.
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