Auflösen und Mischen — Chemie, 4–6 Jahre
Manchmal verteilt sich ein Stoff so gut in einer Flüssigkeit, dass er zu verschwinden scheint. Die Flüssigkeit und der Stoff sind noch da, auch wenn die Mischung anders aussieht.
Wo ist der Zucker hin?
Wenn wir Zucker in Wasser rühren, zerfällt der Zucker in winzige Teile und verteilt sich im Wasser. Er hat sich aufgelöst, nicht aufgelöst im Sinn von verschwunden. Das Wasser kann klar aussehen und schmeckt trotzdem süß, weil der Zucker noch darin ist. Eine Mischung entsteht, wenn Stoffe zusammen sind, ohne ein neuer Stoff zu werden.
Warum Dinge auflösen?
Menschen wollten, dass Geschmack, Medikamente und nützliche Pulver sich gleichmäßig im Wasser verteilen. Ein Klumpen am Boden würde nicht in jeden Schluck oder Löffel gelangen; Mischen löste dieses Problem. Wir begegnen dem Auflösen im Alltag, etwa beim Süßen eines Getränks, Herstellen von Salzwasser oder Waschen mit Seife.
Beispiel: Zuckerwasser
1. Gieße 100 Milliliter Wasser in ein Glas. 2. Gib einen kleinen Teelöffel Zucker dazu. 3. Vor dem Rühren liegt etwas Zucker am Boden. 4. Rühre zehnmal mit einem Löffel. 5. Der Zucker ist nicht mehr zu sehen, und das Wasser schmeckt süß. Er hat sich aufgelöst und im Wasser verteilt.
Die Verschwindefalle
Es ist naheliegend zu sagen, dass der Zucker weg ist, wenn unsere Augen ihn nicht mehr sehen. Durch das Rühren werden die Kristalle tatsächlich unsichtbar. Aber der Geschmack gibt einen anderen Hinweis: Der Zucker ist noch im Wasser. Gibt man zu viel dazu, kann etwas am Boden bleiben, weil das Wasser nicht alles auflösen kann.
Wo das hilft
Auflösen hilft, einem Getränk überall denselben Geschmack zu geben, Salz im Kochwasser zu verteilen und Seife im Wasser zu mischen. Erwachsene nutzen diese Idee auch, wenn sie Anweisungen für Pulver oder Medikamente befolgen. Medikamente darfst du nur mit einer vertrauten erwachsenen Person verwenden; Chemie erklärt das Mischen, nicht die sichere Einnahme.
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