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Natürliche Selektion: wie sich Populationen verändern — Biologie, 11–13 Jahre

Individuen unterscheiden sich, und manche Unterschiede helfen in einer bestimmten Umwelt beim Überleben oder bei der Fortpflanzung. Über Generationen können solche vererbbaren Unterschiede häufiger werden.

Populationen verändern sich über Generationen

Natürliche Selektion ist ein Prozess, bei dem vererbbare Unterschiede in einer bestimmten Umwelt beeinflussen, wer überlebt oder Nachkommen bekommt. Hilfreiche Merkmale werden in einer Population über viele Generationen tendenziell häufiger. Einzelne Tiere verändern sich nicht, weil sie es brauchen; die Population verändert sich, weil manche vererbbaren Varianten öfter weitergegeben werden.

Warum sich Populationen anpassen

Umwelten bieten Nahrung, Schutz und sichere Orte nicht unbegrenzt, deshalb konkurrieren Lebewesen, und viele bekommen keine Nachkommen. Das stellt eine Population vor ein Problem: Welche vererbbaren Unterschiede helfen, wenn sich Bedingungen ändern? Natürliche Selektion erklärt Anpassung ohne Planung oder Ziel; Die Umwelt filtert vorhandene Vielfalt über Generationen.

Nachtfalter auf dunklen Bäumen

Stell dir eine Population mit 60 hellen und 40 dunklen Nachtfaltern vor. Auf heller Baumrinde sehen Vögel die dunklen Falter leichter, deshalb hinterlassen helle mehr Nachkommen: zum Beispiel 24 helle und 8 dunkle Jungtiere. Wird die Rinde später dunkel, kann sich der Vorteil umkehren. Die Anteile der Population ändern sich; kein Falter wählt seine Farbe, weil er die Zukunft kennt.

Die häufige Verwechslung

Es ist ein verständlicher Irrtum zu sagen, ein Tier verändere ein Merkmal, weil es das möchte oder braucht, und vererbe diese neue Veränderung. Das klingt natürlich, weil wir Handlungen oft mit einem Zweck beschreiben. Selektion funktioniert anders: Vererbbare Vielfalt ist bereits vorhanden, die Umwelt beeinflusst den Erfolg, und günstige Varianten werden unter Nachkommen häufiger.

Wo es sichtbar wird

Natürliche Selektion erklärt, warum Bakterien gegen ein Antibiotikum resistent werden können: Resistente Varianten überleben die Behandlung und vermehren sich, andere sterben. Sie hilft auch, Tarnung, Schnabelformen und Veränderungen in Wildpopulationen zu verstehen. Es geht um Populationen über Generationen, nicht um eine Person, die sich im Laufe ihres Lebens zum Evolvieren entscheidet.

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