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Nieren: Blut filtern und Wasser ausgleichen — Biologie, 14–17

Nieren entfernen nicht einfach nur «Abfall». Sie filtern das Blut, holen nützliche Stoffe zurück und regulieren Wasser und Ionen; dadurch verändert sich der Urin je nach Bedarf des Körpers.

Die Idee

Jede Niere enthält viele Nephrone, winzige Filtereinheiten. Ein Nephron lässt Wasser und kleine Moleküle aus dem Blut treten und holt danach Glucose, nützliche Ionen und viel Wasser gezielt zurück; was übrig bleibt, wird zu Urin.

Warum das wichtig ist

Deine Zellen funktionieren nur innerhalb enger Grenzen bei Wasser, Salzen, Säuregrad und Abfallstoffen. Die Nieren bewältigen wechselnde Nahrung und Wasserzufuhr, indem sie steuern, was ins Blut zurückkehrt, statt alles auszuscheiden.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Nachdem du wenig getrunken hast, wird dein Blut konzentrierter. Das Gehirn löst die Ausschüttung von ADH aus; die Nierentubuli werden dann durchlässiger für Wasser, mehr Wasser kehrt ins Blut zurück und eine kleinere Menge dunkleren Urins wird ausgeschieden.

Der typische Denkfehler

Es klingt logisch, Urin sei einfach gefiltertes Blut, weil er in den Nieren aus Blut entsteht. Nützliche Stoffe werden jedoch zuerst filtriert und danach zurückgeholt; gesunder Urin enthält meist Abfallstoffe und überschüssige Ionen, nicht grosse Mengen Glucose oder Proteine.

Wo es eingesetzt wird

Ärztinnen und Ärzte beurteilen die Nieren mit Blut- und Urintests, etwa durch Kreatinin- oder Proteinmessungen. Versagen die Nieren, ersetzt die Dialyse einen Teil der Filterarbeit, indem Abfallstoffe und überschüssiges Wasser durch eine spezielle Membran wandern.

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