Warum es Jahreszeiten gibt — Astronomie, 7–10 Jahre
Jahreszeiten entstehen, weil die Erdachse geneigt ist, während die Erde um die Sonne läuft. Dadurch ändern sich im Jahreslauf in jeder Erdhalbkugel der Einfallswinkel und die Dauer des Sonnenlichts.
Zur Sonne geneigt
Die Erdachse steht im Vergleich zur Bahn um die Sonne nicht gerade, sondern ist geneigt. Wenn unsere Erdhalbkugel zur Sonne geneigt ist, trifft das Licht direkter auf und die Tage sind länger: Es ist wärmer. Zeigt sie weg, ist das Licht schräger und die Tage sind kürzer: Es ist kälter.
Die jährliche Veränderung erklären
Die Menschen bemerkten, dass Tageslicht, Temperaturen und Lebewesen einem Jahresrhythmus folgen. Nur zu sagen, dass der Sommer warm ist, erklärt weder warum noch weshalb die Jahreszeiten nördlich und südlich des Äquators entgegengesetzt sind. Erdneigung und Erdbahn um die Sonne beantworten beide Fragen.
Zwei Erdhalbkugeln
Nehmen wir an, es ist Juni und die Nordhälfte der Erde ist zur Sonne geneigt. Orte im Norden bekommen direkteres Licht und haben längere Tage, dort ist also Sommer. Gleichzeitig ist die Südhälfte von der Sonne weg geneigt, mit schrägerem Licht und kürzeren Tagen: Dort ist Winter. Nach sechs Monaten ist es umgekehrt.
Nicht hauptsächlich die Entfernung
Es liegt nahe zu denken, dass Sommer ist, wenn die Erde näher an der Sonne steht, und Winter, wenn sie weiter entfernt ist. Die Entfernung scheint wichtig, weil die Sonne riesig und heiß ist. Aber beide Erdhalbkugeln haben gleichzeitig entgegengesetzte Jahreszeiten. Deshalb sind Neigung und Lichteinfallswinkel entscheidend.
Mit den Jahreszeiten leben
Das jahreszeitliche Sonnenlicht beeinflusst, was Bauern anbauen, wann Tiere wandern und wie Menschen Häuser und Kleidung vorbereiten. Es hilft auch, vorherzusagen, wann die Sonne an einem bestimmten Ort früher aufgeht oder später untergeht. Das Muster ist nützlich, aber das Wetter kann sich von Tag zu Tag ändern.
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