Finsternisse — Astronomie, 7–10 Jahre
Wie sich Sonne, Erde und Mond so aufstellen können, dass einer einen Schatten auf einen anderen wirft.
Was ist eine Finsternis?
Eine Finsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond fast in einer Linie stehen und einer das Licht eines anderen verdeckt. Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde, bei einer Mondfinsternis der Erdschatten auf den Mond. Es bewegt sich ein Schatten; kein Himmelskörper verschwindet.
Warum man Finsternisse vorhersagen kann
Menschen wollten wissen, wann der Himmel dunkler wird, um sich sicher vorzubereiten und die regelmäßigen Bewegungen des Mondes zu verstehen. Astronomen erkannten, dass eine Finsternis eine besondere Ausrichtung braucht, weil die Mondbahn gegenüber der Erdbahn um die Sonne etwas geneigt ist. Wiederkehrende Muster machen Berechnungen möglich.
Eine echte Sonnenfinsternis
Am 8. April 2024 zog der Mond zwischen Sonne und Erde. Zuerst bedeckte er nur einen Teil der Sonne, dann wanderte sein dunkler Kernschatten durch einen schmalen Streifen von Mexiko über die USA bis nach Kanada. Dort dauerte die totale Finsternis einige Minuten; anderswo war sie teilweise.
Warum nicht jeder Neumond eine Finsternis ist
Man könnte denken, dass jeder Neumond eine Sonnenfinsternis bringt, weil der Mond dann zwischen Erde und Sonne steht. Das klingt logisch, aber seine Bahn ist geneigt; meistens zieht er am Himmel etwas über oder unter der Sonne vorbei. Nur bei einer sehr genauen Kreuzung erreicht sein Schatten die Erde.
Finsternisse im Alltag
Vorhersagen helfen, einen sicheren Ort und den richtigen Zeitpunkt zum Beobachten zu wählen. Bei einer partiellen oder ringförmigen Sonnenfinsternis braucht man eine geprüfte Sonnenfinsternisbrille; normale Sonnenbrillen reichen nicht, und direktes Hinschauen kann die Augen schädigen. Forschende nutzen Finsternisse außerdem, um die äußere Sonnenatmosphäre zu untersuchen.
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