Wetter und Himmel — Wolken, Stürme, Klima
Warum Wolken schweben, wie Blitze entstehen, wie Stürme wachsen, wie Schnee gebaut wird und was Klima heißt — fünf bebilderte Himmelsthemen. 7–10 Jahre.
7 bis 10 Jahre
Was drin ist
Die Wolken — Wasser, das schwebt
Eine Wolke sieht aus wie Watte, auf die man sich legen könnte, besteht aber wirklich aus Milliarden Wassertröpfchen, jedes viel zu klein zum Sehen. Sie sind so leicht, dass die bewegte Luft sie trägt, wie Staub in einem Sonnenstrahl schwebt. Jede Wolke, die du je gesehen hast, begann als Wasser, das still vom Boden, einer Pfütze oder dem Meer verdunstet ist.
Die Blitze — ein Funke am Himmel
Kennst du dieses kleine Knistern, das du manchmal an einer Türklinke spürst? Ein Blitz ist genau dasselbe, nur unvorstellbar viel größer. Er ist ein riesiger Funke aus Elektrizität, der durch die Luft springt — und für den Bruchteil einer Sekunde ist er heißer als die Oberfläche der Sonne.
Die Stürme — Luft in Eile
Ein Sturm ist kein wütendes Monster: Er ist einfach viel Luft, die es eilig hat, weil die Sonne einen Ort stärker erwärmt hat als einen anderen. Warme Luft steigt auf, kühlere strömt nach, und wenn genug Feuchtigkeit da ist, wird aus diesem Nachströmen Wind, Regen und Donner. Die richtig gute Nachricht: Wir sehen heute fast jeden großen Sturm schon Tage vor seiner Ankunft entstehen.
Der Schnee — Spitze aus Eis
Schnee ist kein gefrorener Regen — Tropfen, die beim Fallen gefrieren, sind Hagel, und das ist etwas ganz anderes. Eine Schneeflocke ist ein Kristall, der direkt aus Wasserdampf in einer eiskalten Wolke wächst und sein eigenes zartes Muster baut, während er fällt. Und jede einzelne hat sechs Seiten. Immer sechs.
Das Klima — das große Bild des Wetters
Wetter ist das, was der Himmel heute macht; Klima ist das, was er über sehr, sehr viele Jahre üblicherweise macht. Ein verregneter Dienstag sagt dir nichts über das Klima, aber dreißig Jahre voller Dienstage sagen dir viel. Forscherinnen untersuchen das Klima, um zu verstehen, wie unser Planet es sich gemütlich hält — und wie wir das so erhalten.
Die Sonne — der Motor allen Wetters
Jedes Wetter beginnt mit einer Sache: der Sonne. Sie ist eine riesige Kugel aus glühendem Gas, so weit weg, dass ihr Licht acht Minuten bis zu dir braucht. Wenn sie Boden, Meer und Luft erwärmt, bringt sie alles am Himmel in Bewegung.
Der Regen — der Himmel gibt Wasser zurück
Regen ist der Himmel, der dem Boden Wasser zurückgibt, damit Pflanzen, Flüsse und du trinken könnt. Er beginnt als Milliarden winziger Tröpfchen, die in einer Wolke schweben, viel zu leicht zum Fallen. Erst wenn sie sich zu größeren Tropfen vereinen, stürzen sie endlich herab.
Der Wind — Luft in Bewegung
Du kannst den Wind nicht sehen, nur was er tut: Blätter zittern, Drachen steigen, Wäsche flattert. Wind ist einfach Luft, die von einem Ort zum anderen zieht. Und Luft bewegt sich immer aus demselben Grund — weil die Sonne eine Stelle stärker erwärmt hat als eine andere.
Regenbögen — in Farben zerlegtes Sonnenlicht
Ein Regenbogen ist einer der schönsten Tricks, die der Himmel spielen kann, und er braucht nur zwei Dinge: Sonnenschein und Regentropfen. Wenn die Sonne hinter dir scheint, während vor dir Regen fällt, wird ihr weißes Licht in ein gebogenes Farbband zerlegt. Niemand malt ihn — es ist reines, auseinandergenommenes Sonnenlicht.
Die Jahreszeiten — warum das Jahr einen Rhythmus hat
Frühling, Sommer, Herbst und Winter kehren jedes Jahr wie ein Uhrwerk wieder. Viele glauben, es liege daran, dass die Erde im Sommer der Sonne näher kommt, aber das stimmt gar nicht. Der wahre Grund ist, dass unser Planet geneigt ist, zur Seite gelehnt, während er um die Sonne kreist.
Nebel und Dunst — eine Wolke am Boden
Nebel ist einfach eine Wolke, die sich auf deiner Höhe niedergelassen hat, statt hoch oben zu schweben. Wenn du hindurchgehst, gehst du wirklich durch eine Wolke. Er besteht aus demselben wie jede Wolke: Millionen Wassertröpfchen, so winzig, dass sie in der Luft hängen.
Der Frost — Eisfedern an einem kalten Morgen
An einem kalten, klaren Morgen findest du vielleicht Gras, Blätter und Fenster mit zarten weißen Eisfedern überzogen. Das ist Frost. Es ist kein gefrorener Regen, der vom Himmel fiel — er wächst genau dort auf der Oberfläche, aus der Luft selbst.
Der Hagel — Eiskugeln aus einem Sturm
Hagel ist eine der seltsamsten Wetterarten: feste Eiskugeln, die selbst an einem warmen Sommertag fallen. Jede wird hoch oben in einer aufragenden Gewitterwolke gebaut. Schneide ein großes Hagelkorn durch und du siehst Ringe, wie die Schichten einer Zwiebel.
Der Donner — der Klang des Blitzes
Dieses tiefe Grollen oder scharfe Krachen in einem Sturm ist Donner — aber Donner ist eigentlich keine eigene Sache. Er ist der Klang des Blitzes. Jeder Schlag, den du hörst, wird von dem Blitz gemacht, den du gerade gesehen hast, selbst wenn beide weit auseinander scheinen.
Wirbelstürme — riesige wirbelnde Meeresstürme
Ein Wirbelsturm ist der größte, mächtigste Sturm der Erde: ein sich drehendes Rad aus Wolke und Wind, Hunderte Kilometer breit. Er entsteht über warmen tropischen Ozeanen und kann tagelang wandern. Von hoch oben sieht er aus wie eine riesige weiße Spirale mit einem seltsam ruhigen Loch genau in der Mitte.
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