Weltraum und Planeten
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7 bis 10 Jahre
Was drin ist
Die Sonne — unser eigener Stern
Die Sonne ist ein Stern, genau wie die, die nachts funkeln — sie ist nur der nächste bei uns. Sie ist ein riesiger Ball aus glühendem Gas und brennt nicht wie eine Kerze. Ihr Licht und ihre Wärme entstehen tief in ihrer Mitte.
Der Mond — unsere nächste Nachbarin
Der Mond ist eine felsige Welt, die die Erde umkreist, etwa ein Viertel so breit wie unser Planet. Er hat keine Luft, keinen Wind und kein Wetter. Er macht kein eigenes Licht — er fängt nur Sonnenlicht ein und wirft es zu dir zurück.
Die Erde — unser einziges Zuhause
Die Erde ist der dritte Planet von der Sonne aus und der einzige Ort, an dem je Leben gefunden wurde. Sie ist eine Gesteinskugel mit einer dünnen Lufthaut ringsum und Ozeanen obendrauf. Aus dem All wirkt sie blau, weiß und grün.
Mars — der rostrote Planet
Mars ist der nächste Planet nach der Erde und wirkt orangerot, weil sein Staub voller Rost steckt — genau das, was ein altes Fahrrad orange werden lässt. Er hat Berge, Täler, Eiskappen und gewaltige Staubstürme. Dort stand noch kein Mensch, unsere Roboter aber schon.
Jupiter — der Riese von allen
Jupiter ist mit Abstand der größte Planet, so groß, dass alle anderen Planeten zusammen ihn nicht erreichen. Er ist ein Gasriese, das heißt es gibt keinen festen Boden zum Stehen — nur immer tiefere Wolkenschichten. Seine Streifen sind Sturmbänder, die um den Planeten rasen.
Saturn — der mit den Ringen
Saturn ist der zweitgrößte Planet und der Angeber des Sonnensystems, umhüllt von den hellsten Ringen, die je jemand gesehen hat. Wie Jupiter ist er ein Riese aus Gas, ohne Oberfläche zum Landen. Selbst in einem kleinen Teleskop springen diese Ringe ins Bild und hören nie auf, verblüffend zu sein.
Kometen — Schneebälle mit Schweif
Ein Komet ist ein Klumpen aus Eis, Staub und Gestein, meist nur wenige Kilometer groß, übrig geblieben aus der Zeit, als die Planeten entstanden. Meistens treibt er weit draußen in der Kälte und tut gar nichts. Dann bringt ihn seine Bahn nahe an die Sonne, und er liefert eine Show.
Astronauten — Menschen, die im Orbit leben
Astronauten sind ganz normale Menschen mit außergewöhnlichem Training, die monatelang im All leben. Die meisten bleiben auf der Internationalen Raumstation, einem Labor so groß wie ein Fußballfeld, das um die Erde fliegt. Sie ist seit November 2000 ohne Unterbrechung bewohnt.
Teleskope — Lichteimer für deine Augen
Ein Teleskop vergrößert den Himmel weniger, als dass es Licht sammelt. Dein Auge hat eine winzige Öffnung; ein Teleskop hat eine große Linse oder einen großen Spiegel, der tausendfach mehr einfängt, sodass schwache Dinge plötzlich sichtbar werden. Richte es auf einen verwaschenen Punkt und er wird zu einem Planeten mit Monden.
Die Milchstraße — unsere Adresse im All
Die Milchstraße ist nichts, was man von außen betrachtet — sie ist der Ort, an dem du stehst. Weil wir in ihrer flachen Scheibe sitzen, sehen wir sie von der Kante, als blasses milchiges Band quer über den ganzen Himmel. Dieses Band gab ihr den Namen, Tausende Jahre bevor jemand wusste, was es ist.
Merkur — der kleine versengte Planet
Merkur ist der kleinste Planet und der Sonne am nächsten. Er ist eine nackte Kugel aus grauem Gestein voller Krater, fast ohne Luft, die Wärme halten könnte. Darum hat er die wildesten Temperaturen aller Planeten — glühend heiß auf der Sonnenseite und eiskalt im Dunkeln.
Venus — der heißeste Planet von allen
Venus ist fast genauso groß wie die Erde, deshalb nennt man sie manchmal unseren Zwilling. Doch sie ist alles andere als ein freundlicher Zwilling: Sie steckt in dicken, giftigen Wolken, und ihre Luft drückt stärker als die Tiefsee. Unter diesen Wolken ist sie der heißeste Planet im ganzen Sonnensystem.
Uranus — der Planet, der auf der Seite rollt
Uranus ist eine Riesenwelt, vor allem aus eisigen Gasen, viermal breiter als die Erde und von sanfter blaugrüner Farbe. Er ist berühmt für eine sehr seltsame Angewohnheit: Statt aufrecht zu rotieren, liegt er ganz auf der Seite und rollt wie ein Ball um die Sonne. Er ist so weit weg, dass man ein Teleskop braucht, um ihn zu entdecken.
Neptun — der windige blaue Riese ganz weit weg
Neptun ist der letzte der acht Planeten, ein tiefblauer Eisriese, so weit draußen, dass die Sonne von dort wie ein sehr heller Stern aussieht. Er ist eine windige, stürmische Welt ohne festen Boden zum Stehen. Er war der erste Planet, der nicht durch Hinschauen, sondern durch Rechnen mit Mathematik gefunden wurde, wo er sein musste.
Pluto — der berühmte kleine Zwergplanet
Pluto ist eine kleine, eisige Welt weit draußen hinter Neptun, am gefrorenen Rand unseres Sonnensystems. Lange nannte man ihn den neunten Planeten, doch dann entschieden die Forscher, dass er ein Zwergplanet ist — einer aus einer ganzen Familie kleiner Welten dort draußen. Er ist so weit weg, dass das Sonnenlicht über fünf Stunden bis zu ihm braucht.
Ceres — der runde Zwerg im Asteroidengürtel
Ceres ist das größte Objekt im Asteroidengürtel, dem Ring aus Gesteinsbrocken, der zwischen Mars und Jupiter kreist. Sie ist rund wie ein kleiner Planet und zählt daher auch als Zwergplanet. Obwohl sie der Riese des Gürtels ist, ist sie noch viel kleiner als jeder der acht Planeten.
Eris — der ferne Zwerg, der alles durcheinanderbrachte
Eris ist ein weit entfernter Zwergplanet an den eisigen Rändern des Sonnensystems, noch ferner als Pluto. Sie ist etwa so groß wie Pluto, und als sie 2005 gefunden wurde, löste sie ein großes Umdenken aus. Astronomen erkannten, dass es viele solcher Welten geben könnte, und da entschieden sie, wie man Planeten von Zwergplaneten trennt.
Zwergplaneten — die kleinen runden Welten
Zwergplaneten sind Welten, die rund sind wie ein richtiger Planet, aber zu klein, um einer der acht Großen zu sein. Um als vollwertiger Planet zu zählen, muss eine Welt ihre Bahn von anderen Brocken freigeräumt haben — und Zwergplaneten teilen ihre Nachbarschaft mit vielen übrig gebliebenen Stücken. Deshalb bekommen sie ihre eigene besondere Gruppe.
Das Sonnensystem — die Sonne und ihre ganze Familie
Das Sonnensystem ist die Sonne zusammen mit allem, was ihre Schwerkraft hält: acht Planeten, ihre vielen Monde und Schwärme von Asteroiden, Kometen und Zwergplaneten. Die Sonne sitzt in der Mitte, und alles andere kreist um sie. Es ist unsere ganze kosmische Nachbarschaft, und die Erde ist nur ein kleiner Teil davon.
Die Reihenfolge der Planeten — die acht in Reihe von der Sonne
Von der Sonne nach außen lauten die acht Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Die ersten vier sind klein und felsig, die letzten vier riesige Kugeln aus Gas und Eis. Die Reihenfolge zu kennen hilft dir, dir vorzustellen, wo unsere Erde in der Reihe steht.
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