Zukunftstechnik — Quanten, Fusion, Gen-Editing
Was Quantencomputer, Gen-Editing, Kernfusion, Hirnschnittstellen und autonome Maschinen wirklich können — fünf Dossiers ohne Hype für 14- bis 17-Jährige.
14 bis 16 Jahre
Was drin ist
Quantencomputer — Rechnen mit Qubits
Ein Quantencomputer speichert Informationen in Qubits, die in einer Mischung aus 0 und 1 bleiben können, statt sich für eines zu entscheiden. Dadurch lassen sich einige wenige Probleme völlig anders angehen als mit einem normalen Computer. Die Maschinen gibt es, und sie funktionieren — sie sind nur noch klein, verrauscht und fehleranfällig.
Genom-Editierung — den Code des Lebens umschreiben
Genom-Editierung heißt, in eine lebende Zelle zu gehen und dort gezielt einen bestimmten Buchstaben, ein Wort oder einen Satz ihrer DNA zu ändern. Das bekannteste Werkzeug, CRISPR, wurde aus einem Abwehrsystem abgeleitet, das Bakterien gegen Viren einsetzen. Es hat es schon von der Laborkuriosität zum zugelassenen Medikament geschafft — aber nur für eine Handvoll Krankheiten und zu einem gewaltigen Preis.
Kernfusion — die Reaktion der Sonne, auf der Erde
Fusion treibt die Sonne an: leichte Atomkerne prallen zusammen, verschmelzen und setzen Energie frei. Auf der Erde braucht es gewaltige Hitze und Druck, um Kerne nahe genug zusammenzuzwingen, denn sie stoßen sich heftig ab. Labore haben inzwischen erreicht, dass eine Fusion mehr Energie freisetzt als die Strahlen, die sie auslösten — aber kein Fusionskraftwerk hat je ein einziges Watt ins Netz eingespeist.
Gehirn-Computer-Schnittstellen — vom Gedanken zum Cursor
Eine Gehirn-Computer-Schnittstelle hört der elektrischen Aktivität von Neuronen zu und übersetzt sie in einen Befehl, den eine Maschine ausführen kann. Ihr eigentlicher Zweck ist derzeit medizinisch: Menschen Bewegung, Sprache oder Kommunikation zurückzugeben, die sie verloren haben. Alles, was du in den Nachrichten siehst, ist noch eine klinische Studie mit wenigen Freiwilligen.
Autonome Maschinen — Roboter, die entscheiden
Eine autonome Maschine nimmt ihre Umgebung wahr, entscheidet, was zu tun ist, und handelt, ohne dass ein Mensch jeden Zug lenkt. Die Technik ist tatsächlich im Einsatz — fahrerlose Taxis befördern zahlende Fahrgäste, und Lagerhäuser laufen mit Roboterflotten. Sie ist aber auch enger, als Schlagzeilen nahelegen: Diese Maschinen sind großartig innerhalb der Bedingungen, für die sie gebaut wurden, und unbeholfen außerhalb.
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