Filme Machen
Tippe auf ein Thema — alles hier geht mit dem Handy, das du schon dabeihast. Die Einstellung · Das Licht · Ton Ist die Halbe Miete · Der Schnitt · Die Struktur · Die Bewegung · Die Farbe · Schauspielführung · Die Begrenzung · Dein Blick.
14 bis 16 Jahre
Was drin ist
Die Einstellung — was du behältst und was du wegschneidest
Ein Bild ist kein Fenster, das du zufällig in der Hand hältst; es ist eine Entscheidung darüber, was das Publikum sehen darf. Alles außerhalb des Randes ist weg, und diese Abwesenheit arbeitet genauso hart wie alles darin. Bevor du an eine Geschichte denkst, lerne an den Rand zu denken.
Das Licht — der billigste Weg, teuer auszusehen
Nichts lässt Material schneller billig aussehen als eine Deckenlampe, und nichts rettet es schneller als ein Fenster. Licht ist das einzige Gewerk, in dem ein Jugendlicher ohne Geld wirklich mit Profis mithalten kann, denn die Werkzeuge sind ein Vorhang, ein weißes Laken und die Entscheidung, wo man sich hinstellt. Lerne es zuerst.
Ton Ist die Halbe Miete — warum schlechter Ton alle vertreibt
Ein Publikum erträgt ein weiches, körniges, schlecht kadriertes Bild ohne großes Murren. Gib ihm eine Dialogzeile, die es nicht versteht, und es ist in Sekunden weg, denn Unverständliches zu hören ermüdet wirklich. Die Hälfte dessen, was ein Film mit dir macht, kommt über die Ohren.
Der Schnitt — Bedeutung zwischen zwei Einstellungen
Schneiden heißt nicht, aufzuräumen, was du gedreht hast; es ist die Sprache, in der Kino tatsächlich geschrieben wird. Zwei nebeneinandergesetzte Einstellungen erzeugen einen Gedanken, den keine von beiden allein enthält. Sobald du das siehst, ordnest du keine Clips mehr, sondern schreibst.
Die Struktur — die Form, die ein Kurzfilm braucht
Struktur ist keine Schablone, in die man eine Geschichte gießt; sie ist die Reihenfolge, in der das Publikum etwas erfahren darf. Ein Kurzfilm hat Platz für sehr wenig, deshalb ist fast jede Entscheidung eine Entscheidung darüber, was wegfällt. Wähle die Form vor dem Dreh, denn später rettet sie keine Musik.
Die Bewegung — wann der Rahmen reisen soll
Die Kamera zu bewegen ist das Lauteste, was eine Regie tut, und genau das machen Anfänger am häufigsten ohne Grund. Eine Bewegung ist ein Satz mit eigener Bedeutung, also gibt man sie aus, statt sie zu verschütten. Die gute Nachricht: Fast alles davon übt man mit einem Handy und einer Treppe.
Die Farbe — entschieden, bevor die Kamera läuft
Farbe in einem Film wird nicht am Ende hinzugefügt. Sie entsteht, wenn jemand die Wand, den Mantel und die Tasse aussucht, und alles Spätere kann diese Entscheidungen nur ein Stück weiterschieben. Diese Reihenfolge zu verstehen trennt ein durchdachtes Bild von einem zufälligen.
Schauspielführung — was du zwischen den Takes sagst
Schauspielführung ist fast vollständig eine Frage davon, was du sagst und wann. Der meiste Schaden bei Anfängern entsteht durch gut gemeinte Anweisungen, die niemand tatsächlich ausführen kann. Die Abhilfe ist klein, konkret und an einem Nachmittag lernbar.
Die Begrenzung — wenn weniger zu haben den Film entscheidet
Jeder Film, den du je geliebt hast, entstand unter Grenzen — an Geld, an Zeit, an Leuten, die zugesagt haben. Mit weniger zu arbeiten ergibt keinen kleineren Film; es erzwingt frühere Entscheidungen, und aus frühen Entscheidungen besteht Stil. Die nützliche Frage ist nie, was dir fehlt, sondern was du zu Fuß erreichen kannst.
Dein Blick — wie Filmschaffende eine Stimme finden
Niemand überreicht dir einen Stil. Er setzt sich zusammen aus dem, was dir immer wieder auffällt, was du dir borgst und was du wirklich fertigstellst, und lange Zeit bleibt deine Arbeit unter deinem eigenen Geschmack. Diese Strecke ist die Arbeit, kein Urteil über dich.
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