Mit Rückschlägen umgehen — Wohlbefinden, 11–13 Jahre
Ein Rückschlag ist etwas, das schiefgeht, kein Beweis dafür, dass du ein Versager bist. Sich zu erholen bedeutet, zu verstehen, was passiert ist, Gefühle zuzulassen, einen nächsten Schritt zu wählen und den Plan bei Bedarf zu ändern.
Erholung ist ein Prozess
Wenn etwas schiefgeht, bedeutet Wohlbefinden nicht, sofort wieder gut drauf zu sein. Es bedeutet, sich von Schock, Enttäuschung oder Wut langsam zu Verständnis und Handlung zu bewegen. Erholung kann durch Ausruhen, Reden, Üben, Wiedergutmachen oder einen anderen Weg entstehen.
Warum Rückschläge einen nächsten Schritt brauchen
Das Gehirn spielt einen Misserfolg oft wieder ab und behandelt ihn als Warnung für die Zukunft. Diese Reaktion half Menschen früher, Gefahren zu vermeiden, kann dich aber im Gedanken „Ich scheitere immer“ festhalten. Ein kleiner nächster Schritt liefert neue Beweise: Das ist passiert, aber es ist nicht die ganze Geschichte.
Nach einer enttäuschenden Note
Sam bekommt 6 von 20 Punkten in einem Naturwissenschaftstest und möchte aufgeben. Zuerst wartet Sam, bis die stärkste Wut nachlässt, und prüft dann die Arbeit: 8 Punkte gingen bei Einheiten verloren, 6 bei einem schwierigen Thema. Sam stellt der Lehrkraft eine Frage, übt das Thema an drei Tagen je 15 Minuten und will beim nächsten Mal die Einheiten prüfen.
Die Falle „Ich bin ein Versager“
Nach einem Rückschlag wird ein Ereignis oft zur Identität: „Ich bin gescheitert, also bin ich ein Versager.“ Das wirkt einfach, weil das Gehirn schnelle Erklärungen mag und du dich so vor einem neuen Versuch zu schützen scheinst. Ein fairerer Satz trennt Handlung und Person: „Dieser Versuch ist gescheitert; ich kann lernen, was ich ändere.“
Erholung auch außerhalb der Schule
Sich zu erholen hilft nach einem verfehlten Ziel, einer verlorenen Partie, einem Streit oder einem Fehler bei einem Hobby. Nützliche Fragen sind: Was ist passiert? Was lag in meiner Hand? Was ist ein sicherer nächster Schritt? Manche Probleme brauchen Zeit oder eine andere Person; Handeln bedeutet nicht, den Schmerz kleinzureden.
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